Liebe Freunde,

ich bekomme hin und wieder Post von Lesern mit der Frage, warum ich hier nur noch selten etwas poste. Die Antwort ist sehr einfach: Ich habe in letzter Zeit große finanzielle Schwierigkeiten, Geld zu verdienen und einzunehmen. In den letzten 10 Jahren oder so konnte ich durch eure Spenden das Loch immer wieder gut stopfen. Aber diese sind inzwischen und kontinuierlich immer weniger geworden. Der letzte Artikel wurde fast 5000 mal angeklickt (ob er auch gelesen wurde, kann ich nicht beurteilen). Wenn ich von jedem Klicker nur 1 Euro bekommen hätte, wäre ich besser bezahlt gewesen als ein SPIEGEL-Journalist.

Doch das ist eben nicht der Fall. Stattdessen tröpfelten so um die 100 Euro an Spenden herein. Es scheint, man hat sich beim „kleinen Akif“ daran gewöhnt, alles gratis zu bekommen.

Ich kann aber nicht drei Tage lang an einem Artikel sitzen und gleichzeitig meinen Lebensunterhalt, meine Miete und meine Krankenversicherung mit ein paar Euros bestreiten. Zudem sitzen mir auch immer irgendwelche beschissenen Meldestellen und Staatsanwälte im Nacken, die nur darauf warten, mich wegen eines einzigen ihnen nicht genehmen Satzes zu einer horrenden Geld-, ja, wie letztens, sogar Freiheitsstrafe zu verdonnern. Ihr wißt, wie viele Prozesse ich führen mußte. Vielleicht ahnt ihr auch, was mich das alles gekostet hat.

Andere sind viel frecher. Sie schalten Werbung ein und verkaufen über ihre Seite irgendwelchen Tinnef. Dazu habe ich bis jetzt keinen Bock – und ihr vermutlich auch nicht. „Der kleine Akif“ bleibt eine nicht-kommerzielle Seite für Kultur- und Gesellschaftskritik, die allein von Spenden getragen wird.

In den kommenden Wochen und Monaten wird die Seite noch weiter ausgebaut. Der Shop oben funktioniert wieder; ihr könnt meine alten fiktionalen Werke als E-Books erwerben. Fast wöchentlich wird das Repertoire erweitert, auch durch Übersetzungen. Zudem wird ein halbwöchentlicher Podcast mit dem Titel „Buckel-S“ kommen, in naher Zukunft vielleicht ein Video-Blog. Dazu brauche ich aber ein viel höheres Spendenaufkommen. Das alles hier, mehr als 200 Artikel und Kurzgeschichten, schreibt sich nicht von selbst und bedeutet für mich sehr viel Kraft und Arbeit.

Wenn sich an eurem Spendenverhalten nichts ändert, wird „Der kleine Akif“ vermutlich und letzten Endes auf ein Abo-System umgestellt. Es bliebe mir dann keine andere Wahl. Ich gedenke nicht, bald auf der Straße zu schlafen, damit ihr ein bißchen Kurzweil habt. Die Zeiten sind hart, das ist mir klar, doch sie sind noch härter, wenn man bekloppt ist und für fast lau arbeitet.

Aber ich bin ja nicht so. Ich arbeite wieder an einem Fortsetzungsroman wie damals bei ODETTE, der hier Kapitel für Kapitel veröffentlicht werden wird. Das erste Kapitel unten. Die Geschichte handelt von, tja … von „etwas“, das keine Fehler macht. Doch wie Orson Welles in „Citizen Kane“ schon sagt: Ein Mann, der keine Fehler macht, macht wahrscheinlich gar nichts …

 

ER macht Urlaub

Roman von Akif Pirinçci

Alle Rechte vorbehalten © Bonn / Germany 2026

 

1

Oh, wie schön! Ach, wie wunderbar …

Ich kam selten vorbei. Nicht aus Pflichtgefühl – dieses Wort war mir schon lange fremd geworden –, sondern aus einer Laune heraus, einer jener alten, trägen Regungen, die sich in mir alle ein paar Millionen Jahre erhoben wie ein Muskel, der sich noch einmal erinnert, daß er einst Kraft besaß. Eine Art kosmischer Eitelkeit war es wohl auch, nichts weiter. Ein Blick in den Spiegel, den ich mir selbst vor unvorstellbar langer Zeit aufgestellt hatte.

Dann löste ich mich aus den großen Strömungen, die ich einst in Bewegung gesetzt hatte – Strömungen aus Gravitation, Licht und Dunkel, aus Entstehen und Vergehen –, und glitt hindurch durch das, was die Menschen später ehrfürchtig „Universum“ nennen würden. Ein Wort, das vorgab, etwas zu fassen, und doch nur ein dünnes Etikett war, aufgeklebt auf eine Leere, die sich jeder Beschreibung entzog.

Ich sah nach. Mehr nicht. Ich prüfte nichts, zählte nichts, griff nicht ein. Eingreifen hätte bedeutet, daß es etwas zu korrigieren gäbe, und Korrektur wiederum setzte einen Fehler voraus. Fehler – das war eine Kategorie derer, die sich selbst zu ernst nahmen. Ein Trostbegriff für Wesen, die glaubten, die Welt müsse ihnen entsprechen.

Ich betrachtete. Und diesmal – oder war es ein anderes Mal? Zeit war für mich längst zu einem leisen Nachhall geworden, einem Geräusch, das irgendwo verklungen war und dessen Ursprung niemand mehr benennen konnte – fiel mir etwas auf.

Zunächst nur ein Reflex. Ein kaum merkliches Aufglimmen am Rand meines Wahrnehmungsfeldes, wie ein Gedanke, der sich noch nicht entschieden hat, ob er gedacht werden will. Ein Punkt, unbedeutend, verloren in einer Gleichgültigkeit, die sich über Äonen hinweg ausgebreitet hatte wie eine zweite Natur. Ich hätte weiterziehen können. Ich hätte es tun sollen. Doch ich tat es nicht.

Ich wandte mich ihm zu. Und in diesem Zuwenden lag bereits eine Entscheidung. Der Punkt wuchs. Er nahm Gestalt an, zuerst vage, dann bestimmter, bis sich etwas Vertrautes aus den verschütteten Schichten meines Bewußtseins erhob – eine Form, die ich einmal gekannt hatte, so gründlich, daß ich sie später vergessen mußte.

Blau. Das war das Erste, was sich aufdrängte. Ein tiefes, sattes Blau, von einer fast unverschämten Präsenz, durchzogen von weißen Schleiern, die sich wie flüchtige Gedanken über eine ruhige Oberfläche legten.

Wasser, fiel mir ein. Viel Wasser. Und unwillkürlich, mit jener Selbstzufriedenheit, die mir nie ganz fremd gewesen war, dachte ich: Die beste Idee, die ich hatte. Es war ein stiller Gedanke, aber er schmeckte nach etwas, das man wohl Stolz nennen könnte – ein Wort, das die Menschen zu oft gebrauchten und doch nie ganz verstanden.

Ich blieb bei diesem Blau. Es gefiel mir. Ein einfaches Urteil, fast grob, und doch das Treffendste, das mir in diesem Moment zur Verfügung stand. Ich konnte mich nicht erinnern, wann ich diesen Ort geschaffen hatte. Oder ob ich es überhaupt gewesen war. Vielleicht war er auch nur das Ergebnis eines Spiels, das sich verselbständigt hatte, ein Nebenprodukt von Kräften, die ich einst losgelassen hatte, ohne ihnen weiter Aufmerksamkeit zu schenken.

Ich näherte mich. Langsam, ohne jede Eile, denn Eile war eine Krankheit derer, die ihr Ende kannten. Die Oberfläche kam mir entgegen, verlor ihre glatte Ferne, begann sich zu differenzieren, zerfiel in Linien, Brüche, Strukturen. Kontinente schoben sich ins Bild, schwere, träge Massen aus Braun und Grün, umspült von jenem Blau, das ich immer noch mit einem gewissen Wohlwollen betrachtete.

Ich ging tiefer. Was eben noch Muster gewesen war, wurde Landschaft. Was Landschaft war, wurde Ort. Und ohne daß ich es wollte – oder vielleicht gerade deshalb –, zog mich etwas an. Kein Plan, keine Absicht. Eher ein sanftes Kippen meiner Aufmerksamkeit, ein Driften, dem ich nicht widersprach.

Eine Stadt. Unspektakulär. Grau. Verdichtet zu einem Geflecht aus Straßen, das sich durch sie zog wie ein Adernetz durch einen Körper, der nichts von seinem eigenen Leben wußte. Nichts Besonderes. Und doch hielt ich inne. Ich senkte mich weiter. Ein See trat hervor, dunkel und ruhig, ein unbewegtes Auge inmitten dieser Ansammlung aus Stein, Bewegung und flüchtigem Lärm. Sein Ufer war gesäumt von Bäumen, deren Kronen sich im Wasser spiegelten, als wollten sie sich selbst vergewissern, daß sie existierten.

Und dort – ein Junge. Vielleicht sechzehn. Vielleicht auch nicht. Diese Einteilungen waren mir immer schon verdächtig gewesen, Versuche, das Fließende festzuhalten. Er stand neben einem Fahrrad, das achtlos gegen einen Pfosten gelehnt war, und blickte hinaus auf das Wasser. Nicht verträumt, nicht entrückt. Eher suchend. Als würde er in der glatten Oberfläche etwas erkennen wollen, das sich hartnäckig weigerte, sichtbar zu werden.

Ich verharrte. Es gab keinen Grund, mich für ihn zu interessieren. Und doch tat ich es. Etwas an ihm war … offen. Nicht im Sinne von zugänglich – das wäre zu einfach gewesen –, sondern eher wie eine Tür, die nie ganz ins Schloß gefallen war. Ein schmaler Spalt, durch den etwas hindurch konnte, ohne gefragt zu werden.

Ich glitt näher. Er spürte mich nicht. Wie auch? Für ihn war ich nicht mehr als ein Nichts, ein Abwesendes, das in seiner Welt keinen Ort hatte. Ich war direkt vor ihm. Sein Gesicht spiegelte sich im Wasser, leicht verzerrt durch die Bewegung der Oberfläche. Für einen flüchtigen Moment sah es so aus, als hätte er zwei Gesichter, die nicht ganz zur Deckung kamen.

Ich zögerte. Ein Zustand, den ich lange nicht mehr gekannt hatte. Dann ließ ich mich fallen. Nicht nach unten – Richtungen waren hier bedeutungslos –, sondern in ihn hinein. Es war kein Eindringen, kein Bruch. Eher ein Ineinanderfließen, als würden zwei Substanzen sich begegnen, die nie dafür vorgesehen waren, sich zu mischen, und es dennoch taten.

Ein kurzer Widerstand. Dann – Stille. Ich war in ihm. Der Übergang war unerquicklich. Zu eng. Das war der erste Gedanke, der sich überhaupt formulieren ließ. Alles war plötzlich begrenzt. Eingeschlossen. Mein Blick – nein, sein Blick – war eingerahmt von zwei dunklen Rändern, und die Welt reduzierte sich auf einen schmalen Ausschnitt, der mir aufgezwungen wurde.

Farben wurden grell. Geräusche laut. Ein Wind strich über die Haut – meine Haut? – und ich zuckte zusammen. Ein Reflex, der nicht von mir kam, sondern von diesem Körper, der auf Reize reagierte, als wären sie Befehle. Ich atmete ein. Oder besser: etwas in mir tat es. Luft strömte hinein, füllte ein System aus Hohlräumen, dehnte es, ließ es wieder zusammenfallen. Ein Rhythmus, der sich nicht abschalten ließ. Unangenehm. Und zugleich … faszinierend.

Ich bewegte mich. Ein Schritt. Unsicher, tastend. Die Welt kippte leicht, fing sich wieder. Gleichgewicht erwies sich als eine fragile Angelegenheit, die ständige Aufmerksamkeit verlangte. Und irgendwo, tief im Hintergrund, war noch etwas. Der Junge. Nicht verschwunden. Nicht tot. Eher abgeschaltet. Wie ein Raum, in dem das Licht gelöscht worden war, während die Möbel noch an ihrem Platz standen. Vorübergehend.

Ich wandte den Blick wieder dem Wasser zu. Mein – sein – Spiegelbild sah mich an. Ein schmales, jugendliches Gesicht, noch unentschlossen, was es sein wollte. Aber die Augen – sie waren anders. Zu wach. Ich hob die Hand. Die Bewegung war schwerfällig, als müßte ich durch eine zähe Substanz greifen. Die Finger spreizten sich, schlossen sich wieder.

Ein primitives Werkzeug, dachte ich, und konnte nicht verhindern, daß mich eine leise Irritation durchzog. So also fühlte sich das an. Ein Körper. Ein Gefängnis aus Fleisch, Reflexen und Bedürfnissen. Ich lächelte. Es fühlte sich falsch an. Und genau deshalb tat ich es noch einmal.

Es gefiel mir. Nicht in jener großen, klaren, beinahe sterilen Weise, die ich mir einst als angemessen vorgestellt hatte – nicht als ein Akt der Zustimmung zu mir selbst, ruhig, geschlossen, endgültig, sondern auf eine niedrigere, dunklere Art, die ich zunächst kaum einzuordnen wußte. Etwas an dieser Enge, an diesem Gefangensein in Haut, Knochen und Atem, hatte einen Reiz, der sich nicht sofort benennen ließ, der sich vielmehr tastend, zögernd in mir ausbreitete wie ein Gedanke, der noch nicht weiß, daß er gedacht wird.

Vielleicht war es die Begrenzung selbst. Endlich etwas, das aufhörte. Etwas, das nicht ins Grenzenlose ausfranste, nicht in alle Richtungen zugleich entwich, sondern sich sammeln ließ, verdichten, zusammenziehen wie ein Punkt, der nicht weitergedacht werden muß.

Ich blieb. Warum nicht. Eine Woche, dachte ich – oder das, was diese Wesen unter einer Woche verstanden, diese merkwürdige Zählung von Tagen, Stunden, Sekunden, als ließe sich das Fließen der Dinge in kleine, handliche Portionen schneiden. Eine lächerlich kurze Spanne gemessen an dem, was ich gewohnt war – und doch, in diesem Körper, plötzlich von Gewicht, von einer eigentümlichen Schwere, als würde Zeit hier nicht nur vergehen, sondern sich ablagern.

Ein Urlaub.

Das Wort tauchte auf, ohne daß ich es gerufen hätte. Es gehörte ihm, dem Jungen, und ich nahm es auf, drehte es langsam in mir, prüfte seine Kanten, seine verborgenen Bedeutungen. Urlaub bedeutete: sich entfernen, ohne wirklich zu gehen. Sich selbst aussetzen, ohne die Konsequenzen tragen zu müssen. Ein Spiel mit der eigenen Abwesenheit.

Es gefiel mir. Ein Zugeständnis, das ich mir ohne weiteres machte. Also begann ich, tiefer zu gehen. Nicht mehr nur Oberfläche, nicht mehr nur dieses unbeholfene Zusammenspiel aus Bewegung, Atmung und Blick – ich griff in das, was ihn ausmachte. In seine Erinnerungen, seine inneren Räume, die sich mir zunächst nur zögernd öffneten, als hätte ich Rücksicht zu nehmen, als könnte ich etwas beschädigen. Ein amüsanter Gedanke. Ich konnte nichts beschädigen. Ich machte keine Fehler. Ich hatte nie welche gemacht.

Dieser Satz legte sich in mich wie ein Gesetz, das keiner Begründung bedurfte, wie eine Gewißheit, die sich selbst genügte, weil sie immer schon da gewesen war. Und doch – kaum hatte ich ihn gedacht, verlor er einen Hauch von jener absoluten Schärfe, die ich von ihm gewohnt war. Nicht viel. Nur ein kaum merkliches Nachgeben an den Rändern. Ich ignorierte es.

Dann öffnete ich die erste Tür.

Und wurde beinahe zurückgestoßen. Ein Schwall aus Bildern, Stimmen, Gerüchen, fragmentarisch und ungeordnet, brach über mich herein wie eine Welle, die nicht weiß, wohin sie sich ergießen soll. Nichts war sortiert, nichts sauber abgelegt. Kein Archiv, keine Chronik. Ein Chaos aus Erlebtem, Gefürchtetem, Ersehntem, das sich nicht um Ordnung scherte, sondern sich übereinander lagerte, durchdrang, widersprach.

So also funktionierte Erinnerung hier. Unsauber. Lebendig. Ich griff tiefer. Gesichter. Namen, die sich aneinanderreihten wie lose Etiketten, Rituale, die sich wiederholten, ohne jemals identisch zu sein, Bewegungen, die sich eingeschliffen hatten und doch jedes Mal leicht anders ausfielen.

Und dann: Ein Krankenhauszimmer, in jenem Weiß, das vorgab, Reinheit zu sein und doch nur eine andere Form von Leere darstellte. Der Geruch – scharf, steril, unangenehm – legte sich sofort über alles, als wolle er jede andere Wahrnehmung verdrängen.

Auf dem Bett lag ein Mädchen. Bettie, seine beste Kumpelfreundin, die er schon aus den Kindergarten-Tagen kannte. Was hatten sie schon nicht alles in diesen wenigen Jahren miteinander erlebt! Bis sie sich vor drei Monaten … unwohl fühlte.

Aber jetzt: Der Kopf kahl, die Haut zu dünn, die Augen zu groß für dieses Gesicht, als hätten sie sich geweigert, sich den veränderten Proportionen anzupassen.

Und sie lächelte. Warum lächelte sie?

Ich suchte nicht lange.

Hirntumor. Das Wort lag in seinem Gedächtnis wie ein kalter Stein, schwer, endgültig, von einer Brutalität, die sich nicht weiter erklären ließ.

Sie würde sterben. Bald. Und er konnte nichts dagegen tun.

Wieder dieses Gefühl. Machtlosigkeit.

Ein Zustand, der mir zutiefst widersprach, der mich beinahe beleidigte in seiner bloßen Existenz. Ich hatte Räume geschaffen, in denen Galaxien sich bewegten, hatte aus einem Nichts eine Struktur hervorgebracht, die sich selbst trug – und hier, in diesem engen, lächerlichen Körper, sollte ich akzeptieren, daß ein fehlgeleiteter Zellhaufen ein Leben beendete? Absurd!

Ich zog mich zurück. Zu viel.

Und doch ließen mich die Bilder nicht los.

Ein anderes Bild. Ein anderes Mädchen, Marlis, ebenfalls eine Schulfreundin, mit verweinten Augen, hektisch, fahrig, die Worte stolperten aus ihr heraus, überholten sich, verloren sich. Ihre Hände zitterten, suchten Halt an etwas, das nicht da war.

Schwanger. Ungewollt. Die Angst vor den Eltern, vor den Blicken, vor den unausgesprochenen Urteilen. Die Zukunft, die sich vor ihr öffnete wie ein Raum ohne Ausgang, in den sie nicht gehen wollte und doch gehen mußte.

Und er,  dieser Junge, dessen Körper ich trug, stand mittendrin. Ein stiller Zeuge, ein Auffangbecken für Sorgen, die nicht die seinen waren und es doch geworden waren, weil sie sich in ihm sammelten, ohne gefragt zu werden.

Ich ließ die Erinnerungen los. Zu viele. Zu dicht. Zu … wirksam.

Ich stand wieder am See. Der Wind strich über mein Gesicht, kühl, gleichgültig, ohne jede Absicht. Das Wasser lag ruhig vor mir, als hätte es mit all dem nichts zu tun, als wäre es aus einer anderen Ordnung heraus entstanden.

Ich atmete ein. Und wieder aus. Ein Vorgang, der mir eben noch mechanisch erschienen war, begann sich zu verändern, gewann eine Schwere, eine Bedeutung, die ich nicht gesucht hatte.

„Was, wenn ich das alles wieder rück …“, begann ich. Die Stimme, die meinen Mund verließ, war nicht meine. Dünn, unsicher, mit einem kaum hörbaren Zittern, das mir fremd war. Ein Fingerschnippen. So banal, so lachhaft einfach. Eine winzige Bewegung, und all das, was ich eben gesehen hatte, würde sich auflösen wie Nebel im Morgenlicht.

Ich hob die Hand ein wenig an. Die Finger zögerten. Ein seltsames Bild drängte sich in mich – nicht aus mir heraus, sondern aus diesem Körper, aus den Erinnerungen, die ich gerade erst betreten hatte: ein Zauberer auf einer Bühne, ein Mann im billigen Paillettenkostüm, der mit einem übertriebenen Schnippen ein Kaninchen aus dem Hut zog. Applaus. Täuschung. Trick.

Ich erstarrte. „Ich… bin kein Zauberer“, sagte ich leise. Die Worte klangen hohl. Natürlich war ich keiner. Wie ich diese Zauberer haßte mit ihren Tricks. Ich war mehr. Ich WAR der Trick. Ich war der Anfang und das Ende. Ich war das, was vor allem war und nach allem bleiben würde. Ich war kein Gaukler, der Probleme wegwischte wie Kreide von einer Tafel.

Ich senkte die Hand wieder. Wenn ich jetzt eingriff, dachte ich, dann war es kein einmaliger Akt. Kein elegantes, endgültiges Korrigieren. Es würde weitergehen. Immer weiter. Ein Problem gelöst, das nächste würde sich zeigen. Und dann noch eines. Und noch eines. Ein endloses Schnippen. Eine Kette von Eingriffen, die sich gegenseitig bedingten, bis nichts mehr übrigblieb von dem, was einmal gewesen war. Ein Werk, das ständig nachgebessert werden mußte, war kein Werk. Es war ein Fehler. Die Dinge waren, wie sie waren, weil sie so sein mußten. Alles andere war eine Illusion, geboren aus diesem engen, fiebrigen Bewußtsein, das nach Sinn verlangte, wo keiner war.

Ich brach ab. Oh Gott, dachte ich. Ein Ausdruck, den ich nie benutzt hatte. Bis jetzt. Ich verharrte einen Moment bei dieser Absurdität, bei der grotesken Wendung, daß ich mich selbst benannte wie ein Außenstehender, wie einer von ihnen. Wo war ich da hineingeraten? In eine Welt, die nicht durch große Ordnungen zusammengehalten wurde, sondern durch eine unüberschaubare Vielzahl kleiner Katastrophen. Durch Sehnsüchte, die sich nicht erfüllten. Durch Körper, die versagten. Durch Leben, die begannen, ohne gefragt zu werden, und endeten, ohne daß jemand um Erlaubnis gebeten hätte.

Und das sollte mein Werk sein?

Ich lachte. Kurz. Hart. Ohne jede Spur von Freude. „Unmöglich“, sagte ich leise. Denn ich machte keine Fehler. Ich hatte nie welche gemacht. Nicht ich. Nicht … Ich brach ab.

Ein fremder Gedanke schob sich dazwischen, leise, beinahe vorsichtig, als wüßte er selbst, daß er hier nichts zu suchen hatte.

Und wenn doch?

Ich spürte, wie sich der Körper spannte. Tief in mir regte sich der Junge. Nicht wach, nicht wirklich. Eher wie ein leises Pochen gegen eine Wand, hinter der er verschwunden war, ein schwacher Hinweis darauf, daß ich nicht allein war in diesem engen Raum. Ich ignorierte es. Noch.

Eine Woche, dachte ich. Nur eine Woche.  Dann würde ich gehen. Und alles würde wieder… Ich fand kein Wort dafür.

Das Wasser bewegte sich leicht, kaum merklich. Mein Spiegelbild verzog sich, verlor seine Konturen, zerfiel in Wellen. Für einen Moment hatte ich das Gefühl, daß es mich ansah. Nicht als Junge. Sondern als etwas anderes. Etwas, das nicht hierhergehörte.

Ich lächelte wieder. Diesmal fühlte es sich weniger falsch an. Und genau das beunruhigte mich.

Das Wasser lag noch immer ruhig vor mir, als hätte es sich verschworen, all das, was ich eben berührt hatte, mit seiner glatten Oberfläche zu dementieren. Ein Auge, dachte ich, das nicht zurückblickt, sondern alles verschluckt, was sich ihm anvertraut. Vielleicht war das der Grund, weshalb sie so gern hineinsehen – diese Wesen –, weil sie hoffen, darin etwas zu finden, das ihnen sonst entgleitet.

Ich stand da, in diesem engen Körper, der mir noch immer nicht ganz gehörte, und begann mich, gegen meinen Willen, an etwas zu gewöhnen, das ich bislang nur aus der Ferne betrachtet hatte.

Dann ein Geräusch. Leise. Präzise. Unverkennbar fremd. Ein Pling.

Ich hielt inne. Der Klang hatte nichts Natürliches. Kein Wind, kein Wasser, kein Schritt. Etwas Künstliches, Punktuelles, wie ein Signal, das nicht in die Welt hinausgerufen, sondern gezielt an jemanden gerichtet war. An mich.

Ich sah mich um. Der See, die Bäume, die schwachen Bewegungen der Blätter – nichts hatte sich verändert. Alles blieb, wie es war, unberührt von diesem Ton, als hätte er sich nur in einem sehr kleinen, sehr privaten Raum ereignet.

Dann spürte ich es. Es folgte darauf nämlich in leichtes Vibrieren. Sehr nah. Zu nah, um ignoriert zu werden.

Ich tastete nach der Quelle und fand sie in der Tasche dieser Hose – ein Gegenstand, flach, kühl, von einer glatten Oberfläche, die sofort den Eindruck erweckte, als wäre sie nicht dazu geschaffen worden, berührt zu werden, sondern betrachtet. Ich zog ihn hervor.

Ein Kommunikationsinstrument, dachte ich. Ein erstaunlich weit entwickeltes, wenn auch in seiner Konstruktion unerquicklich simples Werkzeug, das es diesen Wesen erlaubte, sich über Raum hinweg miteinander zu verbinden, ohne einander tatsächlich zu begegnen. Ich drehte es in der Hand, prüfte es, ließ das Licht über die Oberfläche gleiten. Ein kleiner schwarzer Spiegel, in dem sich nichts von mir zeigte, und doch alles von ihnen.

Und dann erwachte es. Ein Bild erschien. Plötzlich. Ungefragt. Ein Gesicht. Darunter ein Wort: Mama.

Ich hielt inne. Das Gesicht auf dem Display war …  aufdringlich in seiner Ehrlichkeit. Eine Frau, deren Züge von etwas gezeichnet waren, das nicht allein Zeit war. Linien um den Mund, die nicht vom Lächeln kamen. Schatten unter den Augen, die sich nicht einfach wegdenken ließen. Ein Blick, der etwas suchte, das sich offenbar nicht mehr finden ließ.

Und doch lag darin etwas anderes. Hartnäckigkeit. Ein Rest von Wärme, der sich nicht hatte auslöschen lassen, so sehr das Leben auch daran gearbeitet haben mochte.

Ich betrachtete sie. Länger, als es nötig gewesen wäre. Und plötzlich wurde mir etwas klar. Diese Frau war die Herstellerin dieses Körpers. Ein ungenauer Begriff, gewiß, aber der treffendste, den ich im Moment zur Verfügung hatte. Sie hatte ihn hervorgebracht, geformt, genährt, ihn durch eine Phase getragen, in der er nichts anderes gewesen war als ein unfertiges Versprechen. Ich verweilte bei diesem Gedanken. Herstellung. Ein Vorgang, der bei mir anders verlief. Schneller. Endgültiger. Ohne Zwischenschritte, ohne Abhängigkeit.

Eine Erinnerung schob sich dazwischen, nicht meine, sondern seine: Ein Raum. Stimmen. Laut. Zu laut. Die Frau – jünger, aber schon von derselben Anspannung durchzogen – und ein Mann, dessen Gesicht sich nicht ganz festhalten ließ, weil es stets in Bewegung war, verzerrt von etwas, das sich zwischen Wut und Resignation bewegte. Sie stritten. Nicht einmal. Nicht selten. Immer wieder. Worte, die sich aneinander rieben, die sich steigerten, bis sie ihre Bedeutung verloren und nur noch als Geräusch existierten.

Und dann … Abwesenheit.

Der Mann war fort. Einfach so. Kein Übergang, keine Erklärung, nur eine Lücke, die sich nicht schließen ließ. Zurück blieb die Frau. Und der Junge. Allein.

Alleinerziehend, sagten sie dazu. Ein Wort, das vorgab, etwas zu beschreiben, und doch nur die Oberfläche eines Zustands streifte, der in Wahrheit aus unzähligen kleinen, stillen Entbehrungen bestand.

Ich sah wieder auf das Bild. Diese Frau, die ihn – diesen Körper, den ich nun bewohnte – nicht nur hervorgebracht hatte, sondern weiterhin … hielt. Auf eine Weise, die ich nicht ganz verstand. Nicht durch Macht. Nicht durch Zwang. Sondern durch etwas anderes. Ein Band. Unpräzise. Aber wirksam.

Mein Blick glitt zu der Nachricht unter dem Bild:

Wann kommst du? Essen wird kalt.

Essen? Und mit einem Mal merkte ich es mit der Wucht eines Schlags. Nicht schleichend, nicht als leises Unbehagen, sondern plötzlich, brutal, wie ein Stich aus dem Nichts. Ein Ziehen. Tief im Inneren dieses Körpers, irgendwo unterhalb dessen, was die Menschen Brust nennen, ein hohles, nagendes Gefühl, das sich ausbreitete, als hätte jemand ein Loch in mich geschnitten, das sich nun selbst vergrößerte. „Was… ist das?“

Die Stimme war dünn, irritiert. Das Ziehen verstärkte sich. Es hatte nichts Erhabenes, nichts Bedeutungsvolles. Es war roh. Primär. Eine Forderung ohne Sprache. Ich griff danach. Nicht mit den Händen, sondern mit dem, was ich inzwischen als Zugriff auf seine Erinnerungen verstand. Ich suchte nach einer Entsprechung, nach einer Erklärung. Und fand sie sofort.

Hunger! Ich erstarrte. Hunger? Ein Zustand, der daraus entstand, daß dieser Körper Energie benötigte, um zu funktionieren. Ein Mangel. Ein Defizit. Etwas fehlte, und dieses Fehlen machte sich bemerkbar, zwang zur Handlung. Ich schloß kurz die Augen. Ein Mangel. In meinem Werk. Ich lachte leise, ungläubig. „Natürlich“, murmelte ich. „Warum nicht auch das …“

Das Ziehen wurde stärker, drängender. Es ließ sich nicht ignorieren. Es war kein Gedanke, den man beiseiteschieben konnte. Es war ein Befehl. „Ich komme“, sagte ich leise. Mehr zu mir als zu ihr.

Ich hielt das Kommunikationsinstrument noch einen Augenblick in der Hand, länger, als es für die bloße Kenntnisnahme der Botschaft notwendig gewesen wäre. Es lag leicht in meiner Handfläche, kühl, glatt, vollkommen gleichgültig gegenüber dem, was es vermittelte – und gerade darin lag etwas, das mich anzog. Ein Werkzeug ohne Moral, das Dinge zeigte, ohne sie zu bewerten.

Ich wollte es bereits wieder in die Tasche gleiten lassen, als mein Blick an einem kleinen Zeichen hängenblieb. Eine Ansammlung von Bildern. Ordentlich angeordnet. Ein Archiv. Ich berührte es. Die Oberfläche erwachte sofort, fügsam, bereit, jeden Impuls zu übersetzen. Bilder öffneten sich, reihten sich aneinander, als hätten sie nur darauf gewartet, wieder gesehen zu werden. Gesichter, Räume, belanglose Momente, festgehalten in einer Präzision, die das Flüchtige zu etwas Dauerhaftem zwang. Ich ließ meinen Finger darüber gleiten.

Und dann … Elisabeth, Lissy.

Ich sah sie durch seine Augen, und augenblicklich verstand ich, was ihn an ihr gefangen hielt. Es war nicht nur ihr Aussehen – obwohl es von einer jener unvollkommenen Vollkommenheiten war, die nur junge Körper hervorbringen, eine Schönheit, die noch nichts von sich weiß und gerade deshalb so unerbittlich wirkt. Es war etwas anderes. Die Unerreichbarkeit. Die klare, schneidende Gewißheit, daß sie ihm nie gehören würde. Ein Wissen, das sich nicht wie ein Gedanke verhielt, sondern wie ein Gift, das langsam in ihm zirkulierte, sich verteilte, anreicherte.

Er liebte sie. Nein. Das war zu schwach, zu sauber, zu geordnet. Er war ihr ausgeliefert.

Und er wußte es. Ich spürte, wie sich in meiner Brust etwas zusammenzog, ein dumpfer, ziehender Schmerz, der keinen Ort hatte und doch überall war, ein Zustand ohne klare Grenze, ohne Zentrum. Ein Gefühl. Ich kannte es nicht. Oder ich hatte es so gründlich hinter mir gelassen, daß ich es nun nicht mehr erkannte. Wen hatte ich einst geliebt? Ja, da war etwas. Besser nicht darüber nachdenken, besser sich nicht mehr daran erinnern. Mein Gott – haha, schon wieder dieser alberne Begriff – ich hatte weiß Gott – hahaha! – zur Zeit wirklich andere Probleme! Der Urlaub fing ja schon gut an.

Ich öffnete den Video-Zusammenschnitt. Die Welt begann sich zu bewegen.

Ein flüchtiger Ausschnitt aus einem Klassenzimmer. Stimmen im Hintergrund, unverständlich, zersplittert. Und sie – nicht im Zentrum, und doch der Mittelpunkt. Sie saß halb abgewandt, die langen, blonden Haare fielen ihr über die Schultern in jener unaufgeregten Selbstverständlichkeit, die keinen Aufwand kennt und gerade deshalb so unerreichbar wirkt. Sie tat nichts Besonderes. Schrieb etwas. Sah kurz auf. Lachte über etwas, das außerhalb des Bildausschnitts lag. Und doch war alles an ihr … präzise. Nicht im Sinne von Perfektion, sondern in jener schmerzhaften Genauigkeit, mit der manche Dinge einfach sind, ohne je erklärbar zu werden. Eine Schönheit, die nicht inszeniert war, sondern sich selbst genügte, und gerade deshalb so unerbittlich wirkte.

Ich sah weiter. Ein zweiter Ausschnitt. Sie ging über den Schulhof in einem grünen Plisseerock , die Bewegung leicht, fast beiläufig, und doch von einer Geschlossenheit, die sich nicht nachahmen ließ. Menschen gingen an ihr vorbei, um sie herum, ohne sie zu berühren, als wäre ein unsichtbarer Raum um sie gespannt, der sich jeder Annäherung entzog. Und wieder dieses Ziehen. Dieses unerklärliche Drängen, das ich bereits gespürt hatte. Aber diesmal kam etwas hinzu. Etwas Neues. Ein Widerstand.

Ich hielt inne. Spulte zurück. Noch einmal. Ich betrachtete den Winkel der Aufnahme. Die Position. Die Perspektive. Und plötzlich verstand ich. Diese Bilder waren nicht zufällig entstanden. Sie waren genommen worden. Verborgene Blicke, eingefangen ohne ihr Wissen, ohne ihr Einverständnis. Ein heimliches Festhalten dessen, was sich eigentlich dem Zugriff entzog. Ein Akt. Klein. Unbedeutend vielleicht in den Maßstäben dieser Welt.

Und doch nicht ohne Gewicht. Ein Gefühl regte sich in mir. Zunächst kaum mehr als eine Unruhe, ein leichtes Verschieben von etwas, das bisher fest gewesen war. Dann deutlicher. Schärfer. Eine Art inneres Zusammenzucken, nicht körperlich, sondern… strukturell.

Ich suchte nach einem Begriff.  Und fand ihn in seinem Gedächtnis.

Scham.

Ich verharrte bei diesem Wort.

Scham.

Ein Zustand, der sich nicht gegen die Welt richtete, sondern nach innen schlug. Ein Wissen darum, etwas getan zu haben, das sich nicht ganz rechtfertigen ließ – selbst dann nicht, wenn niemand es sah. Ich spürte, wie sich der Körper veränderte. Die Schultern leicht angespannt. Der Atem flacher. Ein kaum merkliches Ausweichen vor dem eigenen Blick. Unangenehm. Und zugleich aufschlußreich.

Ich betrachtete das Bild weiter, obwohl ein Teil von mir sich bereits abwenden wollte. Warum? Die Frage stand im Raum. Was war daran falsch? Es war doch nur ein Bild. Eine Bewegung. Eine Aufzeichnung dessen, was ohnehin existierte.

Und doch lag darin etwas, das sich nicht mit dieser einfachen Logik fassen ließ. Ein Überschreiten. Eine Grenze, die nicht sichtbar war und gerade deshalb wirkte.

Ich ließ das Video stoppen. Das Bild fror ein. Sie sah nicht in die Kamera. Natürlich nicht. Sie wußte nichts davon. Und genau darin lag der Kern.

Ich schloß die Anwendung. Langsam. Bewußt.

Das Kommunikationsinstrument wurde wieder dunkel, glatt, undurchdringlich, als hätte es nie etwas preisgegeben. Ich hielt es noch einen Moment fest. Dann ließ ich es in die Tasche gleiten. Und während ich mich vom See abwandte, war da etwas in mir, das sich nicht mehr ganz zurücknehmen ließ. Ein erstes, undeutliches Empfinden dessen, was sie wohl Gewissen nennen. Ein weiteres dieser Zustände, die ich nicht geschaffen hatte. Oder doch?

Ich ging zum Fahrrad. Langsam. Und zum ersten Mal war ich mir nicht sicher, ob alles, was ich hier vorfand, tatsächlich aus mir hervorgegangen war. Oder ob sich etwas entwickelt hatte, das ich nicht mehr vollständig kontrollierte …

Fortsetzung folgt in Bälde

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