Liebe Freundinnen und Freunde,

es ist wieder soweit, die Zeit des Beschenkens ist da – des Beschenkens des Kleinen Akif. Denn er war auch dieses Jahr brav und hat euch fleißig mit Essays und Artikeln versorgt, die ihr so mögt.

Der Dank bzw. die Entlohnung dafür war allerdings denkbar gering. Natürlich gibt es sie, die Spender, die Mehrfach-Spender und die großzügigen Spender. Mein Dank ist an sie ist nicht enden wollend, und auch die 21-jährigen Kunststudentinnen hier in unserer kleinen WG lüpfen für sie anerkennend kurz das Röckchen.

Aber es kann nicht angehen, daß ich zwei, drei Tage an so einem Text sitze, dieser dann bis zu 20.000-mal angeklickt wird, am Ende aber 20 Leute summa summarum 150 Euro abdrücken, was bedeutet, daß ihr euch mehrheitlich an das Grundnahrungsmittel “Der kleine Akif” für lau gewöhnt habt.

Natürlich ist es freiwillig, niemand ist gezwungen, etwas zu löhnen, zumal er vielleicht selber sehr wenig bis gar nichts hat. Aber zufällig weiß ich, daß viele von euch mit einem zusammengerollten 500-Euro-Schein sich aus dem kleinen weißen Pulverberg auf dem Schminkspiegel der gerade gegangenen Escort-Dame für 2000 € eine hübsche Nase ziehen, danach die Rolex-Yacht-Master-II am Handgelenk etwas lockern und sich meine Elaborate bei einem Glas 52 Jahre alten The-Macallan-Whisky zur Gemüte führen, ohne einen Gedanken an eine Unterstützung für den Autor zu verschwenden. Pfui Teufel!

Bedenkt auch, daß ihr hier nicht mit irgendwelchem Werbescheiß zugemüllt werdet, womit ich mich finanzieren könnte, obwohl ich genügend Angebote von Agenturen und Firmen bekomme, die unbedingt ihren Tinnef über die Seite loswerden wollen. Doch allein wegen meiner Glaubwürdigkeit kommt sowas für mich nicht in die Tüte.

Mir wurden dieses Jahr erneut drei Gerichtsprozesse aufgezwungen, bei einem davon wurde ich freigesprochen, die anderen zwei sind in der Revision. Kostenpunkt für mich: 18.000 Euro. Nein, nicht wegen Mordes oder Vergewaltigung, sondern ausschließlich wegen der Klein-Akif-Texte.

Jetzt, wo wir auf Weihnachten zusteuern, ist es bei mir und den vielen bei mir wohnenden 21-jährigen Kunststudentinnen besonders schlimm. Man hat uns Strom und Wasser abgedreht und die Wohnung, naja, Wohnung ist vielleicht zu viel gesagt, den Kuhstall gekündigt. Wenn wir die 83 Kisten Champagne Brut – Dom Pérignon nicht hätten, müßten wir verdursten.

Weil wir nicht heizen können, kuscheln wir uns in der Nacht alle nackt einander zusammen, um uns gegenseitig warm zu halten. Wie ihr euch denken könnt, kriege ich dabei kein Auge zu, denn ich bin schon etwas in die Jahre gekommen und breche unter dem Druck, jede einzelne der 30 Damen einzeln trösten zu müssen, bald zusammen. Es ist nicht ihre Schuld, sie sind jung und denken sich nichts dabei, wenn sie immer wieder sozusagen wie nach dem Rettungsanker nach dem kleinen Akif von Akif greifen.

Manchmal kommen barmherzige Männer vorbei und spenden uns schimmlig gewordenes Brot. Komisch, daß sie dafür vorher immer mit einer der 21-jährigen Kunststudentinnen in einem Zimmer verschwinden müssen und daß das so lange dauert. Ich hoffe, ich schaffe es noch bis zum nächsten Frühling, wenn ich die Damen, dann 22 geworden, vor die Tür setzen kann. Sie kennen die Regeln! Allerdings rückt dann im Sommer die nächste Generation nach – Circle of life …

Dieses Jahr weihnachtet es sich unter Corona verzagter, man könnte denken, die grün links versifften Grinchs haben uns die Weihnacht gestohlen. Dennoch hört auf euer Gewissen und lest hier nicht wie die Irren, ohne euren weihnachtlichen Obolus zu entrichten.

Ach noch etwas, falls ihr gerade am Sterben seid – jaja herzlichen Beileid und so – vergißt nicht, mich in eurem Testament mit einem gehörigen Part zu berücksichtigen (nochmal: bitte keine Mehrfamilienhäuser in Gelsenkirchen). Warum soll nur eure undankbare Brut alles bekommen?

Zum Schluß ein paar Worte an die weibliche Leserschaft, weil ich weiß, daß mein Zeug auch von sehr vielen Frauen gelesen wird, die mich manchmal spendenmäßig unterstützen: Ich weiß, meine Ausdrucksweise wirkt auf euch bisweilen schockierend. Aber ich bin nun mal ein durch und durch verdorbener Mensch und außerdem nicht ganz bei Trost. In Wahrheit jedoch liebe ich alle Frauen und verehre sie in göttlicher Dimension – auch die alten über 21.

In diesem Sinne öffnet auch dieses Weihnachten eure Herzen und eure Portemonnaies für den Kleinen Akif, der euch weiterhin beglücken und erquicken wird. Vergißt nicht, daß ich in diesem Land der einzige bin, der derart knallhart Tacheles redet, ohne Rücksicht auf Ansehen, Autoritäten oder irgendwelche Correctness-Scheiße. Und das mit Niveau! In Zukunft gedenke ich alles zu werden, aber bestimmt nicht weicher.

Danke schon im voraus für die Weihnachts-Kohle für mich und meine mir sexuell hörigen Zöglinge*innen und …

Gruß und Kuß!

Euer Kleiner Akif

P.S. Wenn ihr mir etwas per Banküberweisung schicken wollt, bitte schreibt als Verwendungszweck nicht “Spende”. Hier eine kleine Auswahl an Beispielen, wie ihr den Verwendungszweck benennen könnt:

  1. Das hast du jetzt davon!
  2. Danke für die wundervolle Nacht!
  3. Du bist gar nicht so toll wie du denkst. Deshalb nur 5000 €
  4. Such dir damit einen hübschen Sarg aus.
  5. Erste Anzahlung für die Aufnahme in das 21-jährige-Kunststudentinnen-Programm.
  6. Könnten Sie bitte keine Fäkal-Ausdrücke verwenden, Sie Arschwichser?!

Hat Ihnen gefallen, der Artikel, was?

Klar, ist ja auch vom Kleinen Akif. Es kostet aber eine Menge Zeit und Geld, solcherlei Perlen zu texten. Und den Nobelpreis für Literatur hat man ihm erst für 2029 versprochen. Deshalb spenden Sie so wenig oder so viel Sie wollen, wenn Ihnen dieser Geniestreich gefallen hat. Wenn nicht, ist auch o.k.



Per Überweisung:
Akif Pirincci
IBAN: DE92 3705 0198 1933 8108 38

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