Das Allerauffälligste an diesen Menschen ist, daß sie mit keiner einzigen Silbe ihre Dankbarkeit für das Land aussprechen, welches sie so großzügig aufgenommen und ohne eine Gegenleistung zu verlangen auf westlichem Lebensniveau durchgefüttert hat und immer noch tut.

Das Zweitauffälligste an diesen Menschen ist, daß sie bis auf zwei Frauen unnütze Geschwätzwissenschaften studieren, ergo selbst wenn sie irgendwann den erlernten Beruf ausüben sollten, mangels Wertschöpfung lebenslang ihren steuerzahlenden Gastgebern auf der Tasche liegen werden.

Das Drittauffälligste an diesen Menschen ist, daß sie überhaupt allesamt studieren oder eine Ausbildung machen und mit der Mehrheit der jungen Ausländer hierzulande, die meist bildungs- und arbeitslos sind und abgeschottet unter ihresgleichen leben, nicht das Geringste zu tun haben.

Das Viertauffälligste an diesen Menschen ist, daß sie obwohl sie angeblich an jeder Ecke von den Nazi-Deutschen beschimpft und drangsaliert werden, ja, offenkundig jeden Moment mit ihrer Ermordung rechnen, trotzdem Deutschland nicht verlassen wollen und in ihre Herkunftsländer zurückkehren möchten, nicht einmal beabsichtigen, vom Osten in den Westen zu wechseln.

Die Rede ist von einem sogenannten “Rassismus-Protokoll” mit dem Titel “Ich fühle mich, als ob ich einer riesigen Bedrohung gegenüberstehe” auf ZEIT-Campus-ONLINE vom 7. September. Auf sage und schreibe fünf Seiten erzählen darin zehn “junge Ostdeutsche” aus Sachsen und Brandenburg von ihren Alltagserfahrungen in Dunkel-Deutschland, insbesondere nach den kürzlichen Wahlerfolgen der AfD dort:

“Wir wollten mit denen sprechen, die der Hass, die Vorurteile und Politik der AfD trifft: People of Color, Kinder von Migrantinnen, Geflüchtete.”

Lustig ist, daß nicht wenige dieser “jungen Ostdeutschen” sich erst seit ein paar Jahren in Deutschland befinden und einer sogar 34 alt ist, also sich stramm auf die 40 zubewegt. Man wird während ihrer Aussagen das Gefühl los, daß sie Deutschland eigentlich von ganzem Herzen hassen, und das nicht nur wegen der AfD, und es lediglich als Selbstbedienungsladen und sich selbst als Besiedlungslotsen für den weiteren Zuzug von Ausländern betrachten. Aber es gibt noch mehr Ungereimtheiten.

Los geht’s mit der Soziologie studierenden, 23-jährigen Jona Zhitia, deren Eltern Anfang der Neunzigerjahre aus dem Kosovo nach Deutschland “flohen”. Offenbar hatten sie keinen Bock mehr zurückzukehren, als dort längst Frieden herrschte. Gleich am Anfang sagt sie etwas sehr Seltsames:

“Ich arbeite als Dolmetscherin für Geflüchtete bei verschiedenen Organisationen. Meine größte Angst war, dass die Organisationen ihre Förderung verlieren, wenn AfD und CDU gemeinsam regieren. Wenn diese Leute abgeschoben werden, stehen Menschenleben auf dem Spiel.”

Das war echt ihre größte Angst? Ich gehe mal davon aus, daß Jona neben dem Deutschen auch Serbokroatisch und/oder Albanisch beherrscht und deshalb als Dolmetscherin für die Asyl-Industrie in Betracht kam. Es ist jedenfalls ziemlich unwahrscheinlich, daß sie als in Bayern geborene Kosovarin Arabisch oder eine afrikanische Sprache spricht.

Dort jedoch, wo Serbokroatisch und/oder Albanisch gesprochen wird, herrscht überhaupt kein Krieg und keine politische Verfolgung mehr, und es stehen auch keine Menschenleben auf dem Spiel, wenn man von da gekommene Flüchtilanten abschiebt. Oder meint sie, daß ihr eigenes, konkret finanzielles Menschenleben auf dem Spiel steht, wenn die Förderung für die lokalen Flüchtlingsvereine von einer hypothetischen AfD-CDU-Koalition gestrichen würde?

Ach, Jona, die übrigen Asylbetrüger sind übrigens auch nicht in Lebensgefahr, wenn sie zurückmüssen. Die machen in der guten alten Heimat sogar regelmäßig Urlaub – vom Amt gesponsert versteht sich.

Jona scheint überhaupt ein wenig labil zu sein und hört manchmal Leute vor ihrer Leipziger Tür “Unmenschen abschieben, wieder Platz für Deutsche” brüllen. Das heißt so genau weiß sie das nicht mehr, vielleicht hat sie es sich auch nur eingebildet – gottverdammtes Gedächtnis! Und sie besitzt auch das Talent, Komplimente in rassistische Hetze umzuinterpretieren:

“Als ich in der sechsten Klasse in einer Klassenarbeit eine Eins schrieb, hat meine Deutschlehrerin vor der Klasse gesagt: ‘Dass ihr euch nicht schämt, dass die einzige Eins eine Ausländerin hat.'”

Rüya, 26, Auszubildende zur Fachinformatikerin mit türkischen Wurzeln in Leipzig, hat vergleichbare Probleme. Am Wahlsonntag ist sie gar nicht erst vor die Tür gegangen, weil sie befürchtete, daß siegestrunkene AfD-Horden auf den Straßen sie massakrieren würden. Schließlich hat sie es ja kommen sehen:

“Vor Kurzem saß mit mir in der Tram ein sehr alter, ich vermute auch obdachloser Herr, der sich super eklig über geflüchtete Menschen und Migranten aufgeregt hat. Irgendwann bin ich geplatzt. Ich konnte nicht mehr, ich habe für die gesamte Tram geschrien: ‘Können Sie bitte einfach mal die Schnauze halten?’ Er hat nur zurückgefragt: ‘Warum?'”

Ja, warum denn eigentlich? Dieser olle Obdachlose war bestimmt der Kreisvorstand von der AfD, und er verbindet das Flaschensammeln und das Besorgen von Korn-Nachschub mit öffentlichen Wahl-Auftritten. Bei uns im Westen sind die Penner noch nicht soweit und engagieren sich nur ehrenamtlich für “Doornkaat for future”. Rüya ist verzweifelt:

“Im Moment passe ich mich an. Wenn zum Beispiel ein Lehrer in meiner Ausbildung etwas Rassistisches zu einem Mitschüler sagt, halte ich die Klappe. Auch wenn es sich anfühlt, als würde ich jedes Mal mich selbst verraten.”

Ein Lehrer für Informatik bellt die Schüler rassistisch an, so in etwa “Nach jeder Programmzeile drückst du Enter, Bimbo, wir sind hier nicht im Busch”? Und gerade die MINT-Branche sucht händeringend nach gut ausgebildetem Nachwuchs. Da ist es natürlich suboptimal, wenn man sich die Ausbilder vom Schrottplatz oder vom Gerüstbau anheuert. Erzähl das Märchen deiner Großmutter, Rüya, und uns erzählst du bei der Gelegenheit, warum du erst mit 26 eine Ausbildung machst.

Vorhang auf für das Wunderkind Jibran Khalil. Er ist 30 Jahre alt und vor sechs Jahren aus Pakistan nach Deutschland geflohen. Wovor – bleibt sein Betriebsgeheimnis. Jibran, der ein bißchen wie ein Bollywood-Darsteller aus der zweiten Reihe aussieht, der immer den sinisteren Sohn des Maharadschas gibt, studiert in Potsdam ein bizarres Fach, nämlich “Kindheitsstudien und Kinderrecht”. Das noch Bizarre daran ist jedoch, wie er es innerhalb von 6 Jahren fertiggebracht hat, ein studiumtaugliches Deutsch zu lernen und dann auch noch für ein besonders sprachlastiges Fach zugelassen zu werden. Denn der Mann ist auch sonst extrem busy:

“Ich bin selbst bei vier Organisationen ehrenamtlich tätig. Vor allem für Organisationen, die sich für Flüchtlinge und gegen Gewalt von rechts einsetzen.”

Aha. Und wieso? Ich meine, wenn ich erst vor sechs Jahren in ein fremdes Land geflohen wäre, das mich ohne eine Gegenleistung zu verlangen augenblicklich materiell abgesichert und mir alle Möglichkeiten für meine berufliche Zukunft gegeben hat, würde ich mich doch nicht sofort in dessen Politik einmischen. Ich würde vor diesem Land dankend auf die Knie fallen, mich erstmal um meinen eigenen Scheiß kümmern und dann für sehr lange Zeit über das mir so günstig Widerfahrene vor Glück weinen. Und ansonsten die Fresse halten.

Aber Jibran hat gute Gründe für sein Engagement:

“Vor ein paar Monaten habe ich Flyer der Seebrücke Potsdam auf den Tischen in der Mensa meiner Hochschule verteilt. Die Seebrücke kümmert sich um Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer. Als ich einen Flyer auf den Tisch legen wollte, nahm mir ein Student den Flyer aus der Hand und sagte: ‘Ich brauche diesen Flyer nicht. Dich brauche ich auch nicht.’ Er zerriss den Flyer und warf ihn weg.”

Donnerwetter! Und dann? Wie ging es dann weiter? Haben die anderen Kommilitonen an den Nachbartischen in einer der grün-links versifftesten Unis im Lande den Kerl anschließend gevierteilt oder in den siedend heiß kochenden Suppenkessel reingeschmissen, zumindest kastriert? Die Episode klingt entweder nach Heldentat oder nach Selbstmord auf Verlangen.

By the way, Jibran, ich würde dir das Gleiche sagen, wenn du mir solch einen Flyer auf den Tisch legen würdest. Hat aber nix mit Rassismus zu tun, sondern mit meiner Abneigung gegen wichtigtuerische, unverschämte Typen wie dich, die gestern hier eingeschneit sind und uns erklären wollen, wie wir unsern Laden zu führen haben und wer sich darin gratis bedienen darf. Schreib dir das gefälligst hinter die Ohren!

Um es offen rassistisch zu sagen: Der Asiate ist schlau. In unserem nächsten Falle die 24-jährige Asiatin Nhi Le, deren Eltern aus Vietnam stammen.

Mit dem ahnenbedigten, untrüglichen Instinkt einer Garküchen-Verkäuferin hat sie fix rausgekriegt, wonach es dem durchschnittlichen Straßengaumen im deutschen Lande verlangt. Auf You Tube steht über sie: “Mittlerweile ist die Stadt (Leipzig / A.P.) aber vielmehr zu einer Ausdrucksplattform für Nhi geworden, die neben dem Studium slammt, modelt und bloggt.”

Mit einer Einschränkung: Nhi würde nie, niemals, im Leben nicht etwas slammen, modeln und bloggen, was der fast zur Gänze steuergeldfinanzierten und mit der Kohle von den Öffentlich-Rechtlichen forcierte Multikulti-Scheiße im Wege steht. Das Zitat ist von 2015. In Anbetracht ihres aktuellen Photos auf ZEIT-Campus-ONLINE ahnt man, daß sich das mit dem Modeln inzwischen erledigt hat, weil sie seitdem geschätzte 20 Kilo draufgesattelt hat und von bambusschlank nicht mehr die Rede sein kann.

Deshalb muß der Geldfluß von woanders her generiert werden. Nhi wird angekündigt als “Journalistin und Moderatorin”, als wäre sie eine alte Hasin in der Branche und als hätten diese Titel irgendeinen zertifizierten Wert. Wenn man ihr im Internet hinterher recherchiert, wird schnell klar, daß sie sich hübsch in den Steuer- und GEZ-Kohle-finanzierten Nischen des Kulturbetriebs eingerichtet hat, unter anderem weiß der Teufel als was in dem von SWR produzierten Internetformat “funk”.

Über ihre Homepage akquiriert sie Kunden aus der staatlichen Alimentationsbranche: “Als Speakerin referiere ich meist zu feministischen und medienkulturellen Themen. Ich halte Vorträge, gebe Workshops oder bin auf Podien zu finden.” Wie gesagt, der Asiate ist schlau.

Nhis Aufnahme in den erlauchten Kreis der rassistisch Diskriminierten ist einigermaßen dubios. Denn außer dem irre demütigenden Umstand, daß man sie früher gefragt hätte “Wo kommst du denn wirklich her?”, hat sie in dieser Sache nix vorzuweisen und faselt stets über rassistische Schrecken aus zweiter Hand. Und weil sie ahnt, daß das zu wenig ist, um als Opfer durchzugehen, wird sie am Ende doch kreativ:

“Wie letztens, als mich aus dem Nichts eine Gruppe von Nazis anpöbelte. ‘Haben die Ausländer nichts Besseres zu tun als dumm rumzustehen. Wie können die sich überhaupt ein Handy leisten?’, schrie mir einer der Rechten entgegen.”

Ist das wirklich so passiert, Fräulein, wo doch selbst die debilsten Nazis wissen, daß Asiaten die fleißigsten Menschen auf dem Planeten sind und sich locker ein Handy leisten können? Aber es hilft alles nichts, die Bedrohung, die stark in Paranoia changiert, bleibt bestehen:

“Doch die rechten Demonstranten sind Leipziger. Sie leben hier, fahren mit mir in der Straßenbahn, sitzen in denselben Restaurants. Immer wieder spüre ich ein Unbehagen, dass jederzeit etwas passieren könnte.”

Ähm, vielleicht Armbinden-Pflicht für diese rechten Schweine, Nhi?

Salim Nasereddeen, 24, studiert Linguistik und Religionswissenschaften in Potsdam. Er wird also bald unsere Rente erwirtschaften. Daß der Jordanier ein strenger Moslem ist, sieht man schon an seiner Aufmachung mit Vollbart, Islam-Käppi und ausladendem Mantel. Salim hat zwei Hobbys: Beten und zu AfD-Wahlkampfveranstaltungen mit Alexander Gauland gehen und die Leute dort als Nazis beschimpfen. Ein Wunder, daß ihm selbst dort niemand die Fresse poliert hat:

“Es kamen natürlich erstaunte Blicke, die mir auch aufgefallen sind. Vielleicht wollte ich sogar ein wenig provozieren.”

Angeblich hätte man seiner bekopftuchten Sippe ein paarmal “Raus hier!” oder “Geht zurück!” nachgerufen. Vielleicht auch nicht. Denn er selbst hätte sowas bisher noch nicht mitgekriegt und fühle sich in Potsdam sehr wohl. Was er dann in dieser Galerie zu suchen hat, bleibt ein Rätsel.

Oder ist sehr durchsichtig. Allein seine Präsentation darin soll eine Warnung an die Multikulti-Zweifler sein. Schon wenn sie Hardcore-Muslime, die irgendwelchen nutzlosen Islam-Kram studieren und ihr Leben lang in diesem irrationalen Morast steckenbleiben werden, nicht als einen natürlichen Teil der deutschen Gesellschaft tolerieren, haben sie pronto als Rassisten zu gelten. Nichts und niemand ist ein Fremdkörper, die Moschee ist so urdeutsch wie der bayerische Biergarten und Deutschland ein lustiger Menschenzoo.

“Wir reden in meinem Freundeskreis, der stark muslimisch geprägt ist, sehr viel und oft über Rassismus.”

Aber wieso all der Kummer, Salim? In Jordanien ist gerade kein Krieg – und bestimmt keine Spur von Rassismus …

Eranty Schwan Leite ist eine schwarze 22-jährige Frau und studiert bald Deutsch als Fremd- und Zweitsprache in Leipzig. Ihr größter Traum:

“Ich möchte eine schwarze Lehrerin in Leipzig sein. Das ist genau das, was mir als Kind immer gefehlt hat.”

Wieso, weil du schon als Kind eine Rassistin warst und den Anblick von weißen Lehrern nicht ertragen konntest?

Oh Verzeihung, das war etwas pietätlos von mir, denn Eranty hat ein schweres und prägendes Schicksal hinter sich:

“Mein Vater wurde als Student am Leipziger Hauptbahnhof von einem Nazi angegriffen. Er wurde mit einem Messer niedergestochen. Ich fahre regelmäßig am Hauptbahnhof vorbei. Für alle anderen in meinem Umfeld ist das kein Ding. Man ist natürlich nicht gerne nachts am Hauptbahnhof, weil da alle möglichen Leute rumlaufen. Aber für mich ist die Gefahr realer – ich fühle mich, als ob ich einer riesigen Bedrohung gegenüberstehe, die alle anderen einfach nicht mitbekommen.”

Entsetzlich das Ganze – aber auch irgendwie mysteriös. Google spuckt Leipzig betreffend tatsächlich einen mal als Iraker, mal als Eritreer genannten, schwarzen 19-jährigen Flüchtling namens Khaled Idris Bahray aus, der im Oktober 2010 in der Nähe des Hauptbahnhofs von einem Neonazi-Duo niedergestochen wurde und an seinen Verletzungen verstarb. Aber der kann ja nicht ihr Vater gewesen sein, sonst hätte er sie mit 5 Jahren gezeugt haben müssen.

Dann gibt es einen 30-jährigen Asylbewerber namens Achmed Bachir, der am 23. November 1996 in Leipzig vor einem Gemüsegeschäft von zwei Skins erstochen wurde. Der war jedoch kein Schwarzer. Sonst findet man keine anderen Hinweise auf einen Schwarzen, der am Leipziger Hauptbahnhof von Rechten oder Nazis erstochen wurde.

Hat die Campus-Redaktion die Story von Eranty auf Herz und Nieren abgeklopft? Es wird nicht einmal verraten, aus welchem Land ihre Eltern kommen. Ich mein’ ja nur.

“Mein Freund und ich haben deshalb besprochen, dass wir in ein paar Jahren wegziehen werden. Ich möchte einfach mal ausprobieren, wie es ist, in einer Stadt mit mehr nicht weißen Menschen zu leben. Dann kann ich das besser beurteilen.”

Wohlgemerkt, sie möchte nicht das Land wechseln, sagen wir mal nach Frankreich oder England, die bereits unter ihrem schwarz-muslimischen Einheitsbrei zu ersticken drohen und ihre Identitäten längst verloren haben. Sie will mit ihrem Freund in eine deutsche Stadt “mit mehr nicht weißen Menschen”, weil sie automatisch davon ausgeht, daß der deutsche Osten sich in dieser Hinsicht noch ein Weilchen wehren wird und der Westen ausländertechnisch bereits im Arsch ist. Der Rest ihrer Aussage besteht aus Klischee-Rassismen wie daß die Leute in ihre Afrokrause greifen und in ihrer Gegenwart Affengeräusche machen würden. Wer’s glaubt …

Dann kommt ER, der 34-jährige Mohammad Okasha aus Ägypten, der schon auf dem Photo, ganz in Schwarz gehüllt, mit seinem lang wuchernden Kraushaar, den stählernen Gesichtskonturen und dem dramatisch ins Ungewisse schweifenden Blick den Eindruck vermittelt, der kommende Sartre oder Beckett in der Moslem-Variante zu sein.

Mohammad ist ein Genie, denn erst sechs Jahre in Dunkel-Deutschland, promoviert er bereits “in Integrationswissenschaft” in Leipzig, erlangt also in Bälde die Doktorwürde. Wahnsinn, zunächst selber integrationsbedürftig, dann eine Turbo-Integration vermutlich über You-Tube-Tutorials durchlaufen, dann den Bachelor und Master gebaut, jetzt den Dr. im Visier und vermutlich nächstes Jahr eine Professur erlangt und übernächstes Jahr Bundespräsident! Das alles in so kurzer Zeit, in der unsereiner die Tochter oder den Sohn überhaupt zum Vorstellungsgespräch prügeln muß.

Umso verwirrender, um nicht zu sagen schockierender diese Aussage des auch körperlich erstklassig gebauten Wüstensohnes:

“Das hasserfüllte Gesicht der jungen Frau werde ich nie vergessen. Ich stand gerade am Hauptbahnhof in Leipzig (der Leipziger Hauptbahnhof scheint wohl so eine Art Sun City des früheren südafrikanischen Apartheid-Regimes zu sein / A.P.), kam von einem Wocheneinkauf. Plötzlich schubste mich von hinten eine Frau, entriss mir meine Tüte und brüllte: ‘Hier ist Deutschland, geh’ nach Hause.'”

War das Wonder Woman oder eine professionelle Catcherin? Denn selbst ich in meinen Zwanzigern hätte mich das bei Mohammad, dem Muskulösen, nicht getraut. Doch damit nicht genug:

“Ein paar Monate später: Ich saß in der Straßenbahn. Ein Typ betrat das Abteil, schaute mich von oben bis unten an und sagte: ‘Ab ins Lager mit dir.'”

Ne is klar, und im gleichen Jahr fiel auch Weihnachten auf Ostern.

Das alles ergibt einen Sinn, wenn man sich vergegenwärtigt, auf wen über die Presse Druck ausgeübt werden soll:

“Seit fünf Tagen ist meine Frau aus Ägypten nun in Deutschland. Endlich. Ich würde gerne Aufenthaltsbescheide für meine Frau und Kinder erhalten. Auch sie fühlen sich in unserer Heimat nicht mehr sicher. Deshalb bin ich letztens zur Ausländerbehörde gegangen. (…) Dazu die Dame hinter dem Schalter, die mit mir sprach, als wäre ich ein kleines Kind. Doch ich studiere, ich spreche Deutsch, ich kenne meine Rechte. ‘Sie haben hier gar keine Rechte’, sagte sie.”

Außerdem hat sie noch gesagt, daß sie seinen Schwanz sehen möchte, und zwar voll ausgefahren, und daß sie es gern anal mag und ob er nicht zufällig ein bißchen Gleitgel dabeihabe, denn so total trocken wäre es ja etwas kraß. Nein, das hat sie nicht gesagt, diese Nazi-Schlampe hinter dem Schalter. Aber das Andere hat sie in Wahrheit auch nicht gesagt, stimmt’s, Freundchen? Du hast gleich am ersten Tag in Schland durchschaut, wie der Hase bei uns läuft, und erkannt, daß hier die größte Industrie die Steuergeld-Industrie ist und deren knackigste Slogan “There’s No Business Like Flüchtilanten-Business” lautet. “Integrationswissenschaft” – ja, und am Arsch hängt der Hammer!

Ach bevor ich es vergesse, warum bist du nochmal aus dem Touristikland Ägypten abgehauen? “Kurz nach dem Putsch war es für mich als politisch aktiven Menschen zu gefährlich geworden.” Wetten, daß du seitdem mindestens zehnmal dort gewesen warst, Dr. Mohammad?!

Sophia, eine 25-jährige Wirtschaftsinformatik-Studentin mit vietnamesischen Wurzeln in Leipzig, dient in dem Artikel eigentlich nur als Füllstoff. Denn ihr ist bis auf einen oberskandalösen Vorfall, als sie als 8-jährige von zwei Skins “Fidschi” genannt wurde, bis jetzt gar nichts passiert. Eine Äußerung ist jedoch trotzdem interessant:

“Ich liebe Leipzig und habe Angst, dass sich die Stadt verändern könnte: dass ich nicht mehr selbstverständlich abends ausgehen kann.”

Das, was du für die Zukunft befürchtest, Sophia, ist bei uns im Westen Realität und Normalfall geworden. Frauen, gerade junge Frauen können “nicht mehr selbstverständlich abends ausgehen”. Aber keineswegs, weil hier nonstop Nazi-Rudel durch die Stadt marschieren, sondern ganz andere Rudel mit einer ganz anderen Agenda. Besuche mal z. B. Freiburg in Baden-Württemberg oder eine andere Stadt dort. Und dann gehst du in der Nacht ein bißchen spazieren, am besten noch etwas angeschickert vom Club-Besuch. Okay, natürlich kannst du auch Glück haben und du mußt nachdem 12 Ali Babas über dich auf jede erdenkliche Art und Weise drübergerutscht sind nicht dein restliches Leben eine Plastik-Möse tragen.

Die Aussagen von Quynh Anh, 27, Dolmetscherin mit ebenfalls Vietnam-Hintergrund in Leipzig, zu kommentieren ist nicht der Mühe wert. Ihr Einstieg sagt schon alles:

“Als am Sonntag bei den Hochrechnungen der Balken für die AfD immer länger wurde, habe ich erst mal geweint. Ich habe mich gefragt, ob die ganze Arbeit, die ich hier mache, um gegen Rassismus zu kämpfen, nichts bringt. Ich engagiere mich beim Unteilbar-Bündnis und arbeite ehrenamtlich als Dolmetscherin für Geflüchtete.”

Jaja, die gute alte Asyl-Branche, sie hat schon so viele Menschen im Lande glücklich und reich gemacht. Auch wenn sie gelegentlich die Tränen des Krokodils weinen müssen. Aber einen hat sie noch:

“Ich habe nach dem Wahlergebnis überlegt, ob ich wegziehen soll. Nicht sofort, aber in vier oder acht Jahren vielleicht.”

Oder in 80 Jahren, Quynh, oder in 80 Jahren …

Das schonungslos realistische Protokoll endet mit einem Supertalent aus Burkina Faso, das dort auch geboren und aufgewachsen ist, doch die unstillbare Neugier auf Nazis und das Studium des deutschen Sozialsystems ohne Studium es nach Dresden verschlagen haben. Ezekiel Wendtoin ist 27 und nach eigener Aussage Musiker und Schauspieler. Ezekiel hat in den Musik- und Filmcharts noch keine Spuren hinterlassen, dafür jedoch in der Stadtkasse Dresdens, das für Anti-AfD-Projekte das Füllhorn bis zum letzten Silberling ausschüttet:

“Außerdem gehe ich an Schulen und spreche in Musik-Workshops über mein Herkunftsland. Ich glaube, dass ein solcher Austausch viel bewirkt.”

Fragt sich nur, warum. Tanzt in Burkina Faso der Bär? Ist dort der Durchbruch in der Kalten Fusion gelungen? Wird der nächste 007 ein Burkina-Fasolese sein? Und meint er mit Austausch, daß wir ein paar Milliärdchen Euro gegen ganz viele Ezekiels tauschen sollten?

Hauptberuflich scheint unser Allround-Genie eher im Gegen-rechts-Sektor beschäftigt zu sein:

“2016, als ich für meinen Germanistik-Master nach Deutschland kam, haben wir gegen Pegida demonstriert. Da ist also schon länger einiges in Bewegung, nicht erst seit gestern.”

Was für ein ehrgeiziges Kerlchen, ist gerade aus dem Bus gestiegen, befindet sich in einem völlig fremden Land, und schon läuft er unerschrocken gegen Pegida auf, als hätte er im Leben nix anderes getan. Respekt! Übrigens, Ezekiel, was ist jetzt mit dem Germanistik-Master, hast du den inzwischen durch? Ich meine, dann könntest doch wieder die Heimreise antreten. Weil:

“Zum Beispiel passiert es manchmal, dass Leute im Vorbeigehen sagen: ‘Geh zurück nach Hause!’ oder das N-Wort verwenden. Aber wo könnte man damit rechnen, gar nicht mit Rassismus konfrontiert zu werden?”

Vielleicht in Burkina Faso?

Da es sich bei ZEIT-Campus-ONLINE um eine wahnsinnig unparteiische und faire Publikation handelt, wird das nächste Rassismus-Protokoll bestimmt und zur Abwechselung mal Deutsche zu Wort kommen lassen, die von Ausländern drangsaliert werden und in ständiger Angst leben: Unter Dauer-Mobbing von Moslems leidende deutsche Schüler, Begrapschte, einzeln oder Gruppenvergewaltigte, zum Krüppel Geprügelte, ihrer Heimat Beraubte, Aufgeschlitzte, ja sogar massenhafte Tote. Warten wir es also ab – bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.

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