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DER FREIESTE MENSCH

In der Quintessenz der westlichen Philosophie, des säkularen Staatsgedankens und des modernen Moralgerüsts, deren Ursprünge in der griechischen Antike wurzeln und die ihre Akzeptanz (zumindest ideell) mit dem Durchbruch der Aufklärung hier in Europa erfuhren, steht der freie Mensch. Es ist ein Individuum frei von religiösen, konventionellen, weltanschaulichen, geschlechtsspezifischen, von anderen oktroyierten moralischen, erst recht politischen, insbesondere jedoch materiellen Zwängen. Solange es dabei die Rechte anderer nicht beschneidet, ist es nur sich selbst Rechenschaft schuldig. Sogar von der Natur darf es mit Ausnahme von Krankheit und Tod nicht fremdbestimmt werden. Bei Karl Marx wird der Gedanke des freien Individuums um den Begriff der „Entfremdung“ noch erweitert und auf den Bereich der Arbeit übertragen, wonach der Mensch durch die nur an Profit orientierte Produktion von seinem Produkt wie auch von sich selbst entfremdet wird, also selbst eine bestimmte Arbeitsweise seine freiheitlichen Rechte einschränkt und somit abgeschafft gehöre. In einem übertragenen sowie kulturellen Sinne ist der freie Mensch die fleischgewordene Antithese zu dem Bibelzitat aus dem Buche Genesis: „Verflucht sei der Erdboden um deinetwillen. Unter Mühsal sollst du dich von ihm ernähren alle Tage deines Lebens. Dornen und Disteln soll er dir wachsen lassen. Das Kraut des Feldes mußt du essen. Im Schweiße deines Angesichtes sollst du dein Brot essen, bis du zum Erdboden zurückkehrest, von dem du genommen bist.“

Wie gesagt handelt es sich bei dem freien Menschen um ein Ideal, das selbst in der heutigen Moderne nur rudimentär verwirklicht worden ist und wegen entgegengesetzter menschlicher Interessen und der „Umstände“ vielleicht auch niemals zur Gänze Wirklichkeit werden wird. Am nächsten kommt diesem Ideal der Millionär oder der Milliardär nahe, der keiner Tätigkeit mehr nachgeht und mittels seines immensen Vermögens sich in jeder Beziehung bar materieller Not, einer gesellschaftlichen Konvention oder staatlichem Druck selbstverwirklichen kann.

Die Mehrheit der Menschen in der westlichen Welt jedoch unterliegt trotz riesiger Fortschritte in dieser Sache weiterhin vielfältigen Zwängen, die ihn zu einem Unfreien machen. Das betrifft nicht allein die Arbeit zum Broterwerb, die in den meisten Fällen eine ungeliebte ist, sondern oft auch das Private. Ein Mann, der sich entschließt, sich von Frau und Kindern zu trennen, um einem aufregenden Eigen- und Sexleben zu frönen, ist dennoch von der weiteren Alimentierung für diese nicht entbunden, im Gegenteil, er kann dadurch noch ärmer werden, als er es in der Familie je gewesen wäre. Eine Frau, die es vorzieht, kinderlos zu bleiben, und lieber all ihre Energien in die Arbeit steckt, muß über Steuern dennoch für die Kinder anderer zahlen, so daß sie wiederum an materieller Freiheit einbüßt. Ein Mann, der Frauen verachtet und darin Erfüllung findet, frauenverachtende Sexualpraktiken mit Nutten zu vollziehen, muß dies trotzdem in Absprache und mit der Erlaubnis der Nutte tun, was ihm übrigens um ein Vielfaches einer gewöhnlichen „Nummer“ kostet. Selbst ein handelsüblicher Hartz-IV-Empfänger muß regelmäßig zu Terminen beim Jobcenter antreten und nachweisen, daß er sich um Arbeit bemüht, weil ihm sonst empfindliche Kürzungen der Hilfsleistungen drohen, bei jungen Menschen diese sogar gänzlich eingestellt werden können. Und dann gibt es da noch den Asket, der mindestens einmal im Jahr durch die Medien geistert, weil er sich nur frei fühlt, wenn er ohne Arbeit, ohne Geld und ohne materiellem Wohlstand, ja sogar ohne eine feste Bleibe lebt und dankbar ist, wenn er von ein paar hingeworfenen Brosamen der Gesellschaft existieren kann. Dazu sei allerdings gesagt, daß auch Brosamen erst einmal erarbeitet werden müssen, sei es auch das Eingipsen eines gebrochenen Beines, welches ein mit viel Geld ausgebildeter Spezialist vielleicht aus freien Stücken bewerkstelligen mag.

Das Schlaraffenland, in dem jeder nach seiner Fasson selig und satt wird und frei über die irdische Galeere schwebt, ohne dafür einen Preis wie auch immer gearteter Art zu zahlen, scheint es selbst in der aufgeklärten Moderne nicht zu geben. Auch in der Jetztzeit zieht jede Freiheitsbestrebung sowohl existenzieller als auch weltanschaulicher Manier im Gegenzug eine neue „Mühsal“ nach sich, die dieses Im-Schweiße-deines-Angesichtes-Ding Realität werden läßt, ebenfalls im kulturellen und emotionalen Sinne.

Wie man es macht, man macht es verkehrt, möchte man da denken. Allerdings sah ich heute jemanden an der Ampel, der das oben beschriebene Freiheitsideal bei sich zur Vollendung gebracht hatte; er war der freieste Mensch! Ich kannte ihn nicht und werde ihm vermutlich nie wieder begegnen. Und was ich nun über ihn sage, beruht auf Spekulation. Eine Spekulation jener Art jedoch, die auf Fakten gestützt ist, auch auf Fakten derer, die dem Sachverhalt positiv gegenüberstehen, also der Mainstreammedien.

Er war nach seinem Aussehen nach zu beurteilen eindeutig als ein arabischer „Flüchtling“ zu identifizieren. Neben ihm seine Familie, bestehend aus seiner halb verschleierten jungen Frau, selbstredend schwanger, drei Töchtern im Kleinkindalter und einem geistig behinderten Sohn im Rollstuhl, im Ganzen also 7 Menschen. Ihnen allen (dem Embryo konnte man es nicht ansehen) stand die Doofheit ins Gesicht geschrieben. Vermutlich sind sie samt und sonders Analphabeten, unserer Landessprache, mit absoluter Sicherheit auch ihrer eigenen nicht wirklich mächtig. Selbst wenn die gesunden Kinder hier auf die Schule gehen und intensive Förderung durch diesen Mega-Wohlfahrtsstaat erfahren, sagt uns die Empirie über die bereits hier geborenen Moslems, Menschen aus dem Nahen und Mittleren Osten und dem ostasiatischen Raum, daß sie nie und nimmer die in sie gesteckten Investitionen wieder wettmachen und am Ende der Mühe zu Netto-Steuerzahlern mutieren werden. Im Gegenteil mit ihrem Halb-Wissen, das weder zum Geldverdienen noch zum Steuerzahlen taugt, werden sie die bald erhaltene Staatsbürgerschaft nur dazu nutzen, um den Wohlfahrtsstaat zu Ungunsten des Wirtsvolkes noch mehr aufzublähen.

Der behinderte Junge ist ganz klar die Folge einer Verwandtschaftsheirat, also ein Inzestopfer. Er wird diesem Staat bis zu seinem Lebensende das Zehnfache seiner Geschwister kosten, denn hierzulande wird um die Gehandicapten auf höchstem medizinischem Niveau gekümmert, egal welcher Hautfarbe und ob solvent oder nicht.

Was hat das mit der Freiheit des Individuums zu tun? Ganz simpel, dieser Vater an der Ampel ist zunächst die wichtigste Sorge eines jedes Vaters auf dem Planeten los, nämlich die materielle Versorgung seiner Familie aus eigener Kraft zu gewährleisten. Er kann so viele Kinder zeugen, wie er lustig ist, er kann sogar noch zwanzig andere behinderte Kinder in die Welt setzen, monetär haftet stets sein „Gastland“. Eine prägende Erfahrung und Freiheit Nummer 1.

Er hat ein ambivalentes Verhältnis zu Frauen. Eigentlich verachtet er sie, betrachtet sie als Hundeartige, die man nach Lust und Laune abrichten und treten kann, oft aus Überdruß, den er religiös verbrämt. Dennoch ist die Angelegenheit nicht so einfach für ihn. Er muß ständig an Muschis denken, schon gar wenn er hier alle naselang die weltweit begehrenswertesten Frauen nordischer Rasse so ganz unverschleiert sieht. Er wichst auch ständig auf sie und stellt sich dabei vor, wie sie ihm gefügig sind. Doch immerhin besitzt er ja sein eigenes Fickvieh, das er jede Nacht mit dem gleichen Drang besucht wie das Klo. Selbstverständlich hat die sexuelle Anziehungskraft zu ihr wie bei jeder Ehe inzwischen längst arg nachgelassen. Deshalb überlegt er, ob er sich nicht was Frisches aus der Heimat kaufen soll, vielleicht 13 oder 14 Jahre alt, wegen der engen Löcher. Für den Unterhalt der Neuen würden eh die Nazis aufkommen – ein Begriff, den ihm der Betreuer der Familie Holger beigebracht hat und den man einfach raushauen soll, wenn den eigenen Forderungen nicht sofort nachgegeben wird. Anderseits findet er die Sache, die die alten Nazis mit diesen Drecksjuden gemacht haben, ganz prima. Doch warum sich mit nur einer Neuen begnügen? So wie er die Stimmung in diesem Land mittlerweile einschätzt, würden sie ihm sogar fünf neue Jung-Muschis bezahlen, andere Kultur und so. Und nicht nur das, sie würden ihm um dies zu bewerkstelligen sogar einen Urlaub in der total gefährlichen Heimat spendieren und die Brautgelder obendrein. Wenn er die ganzen Weiber irgendwann überdrüssig wäre, könnte er sie ja einfach aus dem Haus jagen, und für die finanziellen Folgen dieses „Männerrechts“ müßten wiederum Hitlers Kinder aufkommen.

Allerdings würde er viel lieber die 20-jährige blonde Jennifer in den Arsch ficken, eine freiwillige Helferin, die viermal in der Woche vorbeikommt, um seinen Töchtern Deutsch beizubringen. In letzter Zeit umschlich ihm der Gedanke, ob er sie vielleicht im Flur abpassen und kurzerhand vergewaltigen soll. Doch das ist seltsamerweise sogar in diesem Wunderland verboten. Anderseits, so hat er von Landsleuten gehört, könnte man im Fall der Fälle mit geschickten, ebenfalls vom Nazi-Volk bezahlten Anwälten etwas drehen. Freiheit Nummer 2: Entfesselte Sexualität (für den Mann), und das völlig gratis.

In seiner Heimat hat er in einem winzigen Drecksloch gewohnt, in dem es nicht einmal fließend Wasser gab und wo man in einem Verschlag in einen Eimer scheißen mußte. Hier lebt er mit seiner Familie in einer kleinen Wohnung, die ihm die Stadt zur Verfügung gestellt hat. Aber nur vorübergehend. Er weiß, daß gerade für „Flüchtlinge“, insbesondere für die mit Familien neue Wohnungen mit allem Komfort gebaut werden. Er steht schon auf der Warteliste. Was ihn allerdings wenig zufriedenstellt, denn eigentlich geht er davon aus, daß ihm ein ganzes Haus mit einem hübschen Garten zusteht. Er hat solche Familienhäuser schon gesehen, Doppelhaushälfte nennen die sich, alles schick und modern. Er versteht nicht, wieso nicht alle Deutschen so luxuriös wohnen, wo doch der Staat so viel Geld besitzt, daß er sogar einem wie ihm eine Wohnung bauen kann. Jedenfalls wird er seinen Plan mit dem eigenen Haus nicht aufgeben und die Institutionen, die Leute wie ihn betütteln, und die zuständigen Ämter so lange triezen und ihnen auf den Sack gehen, bis er sein Ziel erreicht hat. Spätestens nach der zweiten Braut, die er sich aus der Heimat holen und natürlich sofort dick machen wird, müßte es klappen. Eines der elementarsten Freiheiten des Menschen, nämlich der Sorge enthoben zu sein, kein Dach über dem Kopf zu haben, ist die Nummer 3 auf der Freiheitsliste.

Er hat sich nie Gedanken darüber gemacht, warum es hierzulande im Gegensatz zu seiner Heimat alles so perfekt funktioniert, weshalb die Einheimischen im Vergleich zu seinen Landsleuten um Klassen wohlhabender sind und wieso sie sich nicht bei jedem Furz gegenseitig an die Kehle springen. In der Heimat dachte er, daß die Juden, die USA oder allgemein der Westen heimlich ihren nicht vorhandenen Reichtum und den „Frieden“ klauen würden; geheime Machenschaften hinter dem Rücken der Moslems halt. Er konnte aber in Deutschland nirgendswo sehen, wie das kostbare Nichts, das man den Moslems gestohlen hat, abgeladen und verwertet wird. Selbstverständlich ist er herkunftsbedingt die Verschwörungstheorie in Person, doch allmählich kommen ihm Zweifel. Mittlerweile geht er davon aus, daß es am Wetter liegt.

Ständig wird in diesem Land von Arbeit gesprochen, wo er doch glasklar erkennt, daß er sämtliche Süßigkeiten des Lebens auch ohne Arbeit erhält. Auch Holger geht ihm mit dieser Arbeitsscheiße immer wieder auf die Nerven. Um an Arbeit zu gelangen müsse er erst einmal Deutsch lernen, impft er ihm immer wieder ein. Derselbe Holger hat ihm allerdings auch verklickert, welch doofe Zukunft ihn erwarten würde, wenn er die Sprache seines Gastlandes so gut beherrschte wie ein Germanistikprofessor. Denn dann würde er sich in Nichts mehr von einem stinknormalen deutschen oder ausländischen Hartz-IV-Empfänger unterscheiden, der vom Jobcenter ständig mit irgendwelchen Fortbildungsangeboten und Forderungen nach Jobsuche gegängelt und gepiesackt wird. Außer ein Loch in die Erde graben kann er eh nix. Und selbst wenn er tatsächlich eine Hilfsarbeit ergatterte, würde er sich dadurch finanziell nur verschlechtern. Bestenfalls liefe es auf ein Plus-Minus-Null-Geschäft hinaus – nur mit Arbeit obendrein. Na danke!Abgesehen davon, daß er eh keinen Bock hat, eine der wohl schwierigsten Sprachen der Welt zu erlernen, wo doch der Dolmetscher stets in Rufweite wartet. Tja, und dann wäre es ganz schnell Schluß mit dem Traum von der Zweit- und Drittfrau und der Doppelhaushälfte – und mit Sicherheit auch mit den Besuchen von Jennifer.

Denn exakt sein sakrosankter Flüchtlingsstatus, die um ihn strahlende Aura von Flucht und Vertreibung und nicht zuletzt seine völlige Inkompetenz, für sein Leben und das seiner Familie selber verantwortlich zu sein, sind es ja gerade, weshalb er besser behandelt wird, als eine verschissene deutsche Oma mit kümmerlicher Rente oder deutsche Kinder, deren Eltern Knechtsarbeit verrichten müssen, wo eh nix rumkommt. Er hat somit den paradiesischen Zustand der höchsten und der 4. Freiheit erlangt, ein Leben ohne Arbeit, schon gar nicht einer „entfremdeten“. An die Kosten für die medizinische Versorgung usw. denkt er schon gar nicht mehr, er glaubt, die Ärzteschaft beitreibt das Ganze als Hobby.

Dieser Mann an der Ampel ist der freieste Mensch und auf dem Weg zu einer deutschen Mittelschichtexistenz mit allen dazu gehörigen Annehmlichkeiten und Freuden. Unterwegs dahin wird er geschützt von Gesetzen, Organisationen, ihm wohl gesonnenen Medien und politischen Parteien, gut meinenden Idioten und but not least einer anbefohlenen Stimmung im Lande, die jeden Kritiker dieser ultimativen Umsonst-Freiheit mit der Todesstrafe des gesellschaftlichen Ausschlusses bestraft. Und wenn er sein Ziel erreicht hat, will er sich ein neues Ziel setzen, nämlich Millionär werden. Er wird es sicher schaffen. Irgendwie. Wobei, wie gesagt, das alles Spekulation ist.