Das hier fand ich heute vormittag in meinem Postfach:

Wie ihr vielleicht wißt, wurde ich vor einiger Zeit zu 4 Monaten Haft, ausgesetzt zu einer Bewährungsstrafe von 3 Jahren, verurteilt, weil ich die Klimaexpertin, neuerdings auch Ukraineexpertin, Profi-Talk-Show-Gast, Instant-Heilige und Berufsphraselogin Luisa Neubauer beleidigt haben soll. Hätte ich bei einer heutzutage in Deutschland täglich stattfindenden Gruppenvergewaltigung teilgenommen, hätte das Urteil „Kopf hoch, das Leben geht weiter!“ gelautet.

Die deutsche Justiz, deren Staatsanwaltschafts- und Richterpersonal ganz offensichtlich dem Erbe Roland Freislers huldigt, bedauerlicherweise jedoch immer noch nicht wie ihr Juristengott Todesstrafen verhängen darf, sah sich im Laufe der Jahre außerstande, mir mit vorangegangenen Geldstrafen den Mund und meine Essays über die Horrorclowns und Deutschland-Vernichter in der Politik- und Kulturbranche zu verbieten.

So griff man diktatorisch zum ultimativen Inkriminierungs-Instrument für einen Künstler, nämlich der Androhung von Haft bzw. deren eventueller Vollstreckung. Das wird sich in meinem Führungszeugnis schlecht machen, wenn ich mich demnächst auf den Posten des Vorstandsvorsitzenden bei der Telekom bewerben möchte.

Nun aber gestaltet sich die Causa Pirinçci zu einer echten Komödie: Ich soll zu einem Bewährungshelfer. Die Frage ist natürlich, was soll der mit mir anstellen? Ich habe keine Drogen verkauft, kein Frauenhandel betrieben – okay, die Sache mit meinen 21-jährigen Kunststudentinnen befindet sich in einer Grauzone – nicht vergewaltigt, niemanden getötet oder jemandem die Fresse eingeschlagen und nix geklaut. Ich habe mein ganzes Leben lang auch keinen einzigen Pfennig oder Cent vom Staat genommen, tue es gegenwärtig nicht und habe auch in der Zukunft nicht vor, es zu tun. Im Gegenteil, ich habe Millionen an Steuern an diesen Drecksstaat gezahlt, damit irgendwelche Freaks und Parasiten fürs Furzen in ihre Sessel und trotz des dreisten Einfliegen-Lassens ihres Nachwuchses in den Urlaub per Bundeswehr-Hubschauer nach wie vor ein Ministergehalt von rund 17 000 Euro monatlich bekommen.

Von was also soll mich der Bewährungshelfer abbringen und mich so in legale Bahnen lenken? Mir eine neue Arbeit besorgen? Den Job des Pornodarstellers traue ich mir durchaus zu, aber auch in diesem Arbeitssegment gibt es diskriminierende Vorurteile gegenüber der Best-ager-Generation.

Die naheliegende Antwort wäre, daß mich der Bewährungshelfer von meiner Profession des Schreibens abbringen sollte. Leider darf er das nicht, denn Artikel 5 des Grundgesetzes besagt „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“

Was er aber tun kann, ist, mir durch die Blume zu sagen, wie ich was zu schreiben habe. Aber auch das darf er nicht, siehe oben. Abgesehen davon, daß dieser Typ von Schriftstellerei vermutlich so viel Ahnung haben dürfte wie ich vom Giraffenmelken.

Deshalb habe ich vor, hier künftig eine Rubrik zu installieren, in der ich über jede Sitzung mit meinem Bewährungshelfer berichten werde – en détail! Sobald er irgendwelche Anspielungen auf Meinungslenkung macht, wird es in dieser Rubrik brühwarm und skandalisierend und in aller Ausführlichkeit ausgebreitet, und es wird zum Widerstand aufgerufen. Reichweite ist alles!

Das alles kann ich natürlich nur tun wegen eurer Treue zu mir.

Denn ihr seid meine Hirten, mir wird es an nichts mangeln.

Ihr weidet mich auf einer grünen Aue voller splitternackter 21-jähriger Kunststudentinnen und führet mich zum frischen Wasser, also zu 20 Euro pro Flasche Wein dazu.

Ihr erquicket meine Seele durch eure Spenden.

Ihr führet mich auf rechter Straße um Dingsbums willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, wo dieses widerwärtige Amtsgericht steht (die haben auch Scheiß-Essen da in ihrer Kantine), fürchte ich kein Unglück; denn ihr seid bei mir per PayPal.

Euer Stecken und Stab trösten mich (gut, was Stecken bedeutet, weiß ich jetzt auch nicht so genau).

Ihr bereitet vor mir einen Tisch beim Edel-Italiener im Angesicht meiner Feinde von der politisch gelenkten Justiz.

Ihr salbet mein Haupt mit Öl (iiihhh, ist ja ekelhaft) und schenket mir voll ein (das trifft´s wiederum).

Gutes und Barmherzigkeit, aber auch Geiles werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause eurer Bank immerdar.

Amen.

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