Servus, ihr Lieben!

Wie auch euch haben mich die Ereignisse der vergangenen Wochen bestürzt und aufgerüttelt. Die brutale russische Invasion in die Ukraine, die Gewalt, die Menschenverachtung, die Tatsache eines Krieges, der gar nicht weit von uns entfernt ist, haben mich schockiert und tief erschüttert.

Dazu müßt ihr wissen, daß ich mich in meinen früheren Zeiten sehr oft in gewissen Etablissements herumgetrieben habe. Und dort gaben mir ukrainische Frauen sehr viel Trost, ja, auch Liebe. Ich dankte es ihnen mit meinen bescheidenen Mitteln. Es gab an diesen Orten ebenso Russinnen. Doch irgend etwas in mir, vielleicht ein in die Zukunft blickendes, ahnendes inneres Auge, flößte mir ein, daß ich mich von denen besser fernhielt. Heute weiß ich, warum.

Okay, oft konnte ich in meinem zu jener Zeit regelmäßig vorkommenden, unstabilen Zustand nicht genau unterscheiden, welche Nationalität diese aufopferungsvoll agierenden Damen besaßen, wenn sie vor mir standen bzw. so dalagen. Mein prophetisches Auge war nämlich fast immer ziemlich getrübt – klar, vom sinisteren russischen Wodka, was denn sonst?!

Die Welt scheint wie auf den Kopf gestellt. Und ich habe mich gefragt, wie es dazu kommen konnte. Hierzu habe ich auch viel mit Betroffenen und Freunden gesprochen, und mußte mich auch zu kritischen Äußerungen von mir in der Vergangenheit stellen. Hierfür bin ich im nachhinein dankbar. Denn das war für mich ein Grund, mich kritisch zu hinterfragen. Mir ist bewußt geworden, wie wichtig es ist, sich selbst zu reflektieren.

Ich habe erkannt, auf welchen Irrwegen ich mich teilweise befunden habe. Und daß ich in den letzten Jahren viele Fehler gemacht habe. Mir wurde bewußt, daß ich meine Familie, meine Freunde, meine Fans, Menschen, die mich verteidigt haben, aber auch die bei mir wohnenden zwölf 21-jährigen Kunststudentinnen mit verstörenden Äußerungen irritiert und provoziert habe – für die ich mich entschuldigen möchte.

Eine zentrale Ursache, warum ich den rechten Pfad verlassen hatte und in einem Meer aus Verschwörungstheorien, Geschwurbel, rechtem Gedankengut und Sexismus versunken bin, liegt in meiner Biographie. Ich habe mich auf diesem Blog in einer Tour über die Gender-Theorie lustig gemacht, sie in den Dreck gezogen und vehement bestritten, daß es mehr als zwei Geschlechter gäbe, Männer ebenfalls gebären könnten und das Geschlechter-Ding überhaupt biologisch determiniert wäre.

Dabei bin ich der lebende Beweis dafür, daß die Gender-Theorie recht hat. Ich wurde nämlich nicht von meiner Mutter geboren, sondern mein Vater hat mich geschissen. Ich bin eine Arschgeburt! Mein Vater dachte all die 9 Monate lang, er leide unter hartnäckiger Verstopfung, aber meine Mutter, ein begnadeter Vulva-Maler ohne Penis, hatte schon immer so etwas geahnt. Kein Wunder, daß mich seitdem fast alle scheiße finden.

Solcherart von Babybeinchen an traumatisiert, habe ich mich im Laufe meines Lebensweges verrannt. Ich fühlte mich als Monster und habe mich Theorien, Sichtweisen und teilweise auch Gruppierungen geöffnet, von denen ich mich nun ohne Wenn und Aber distanziere und lossage. Ich war von Verschwörungserzählungen geblendet und habe sie nicht genug hinterfragt.

Zum Beispiel ging ich der Verschwörungserzählung auf den Leim, daß die Grünen ebenfalls alle Arschgeburten wären. Aber auch wenn es bei einigen wegen ihrer Volumen-Probleme unvorstellbar erscheint, so haben doch auch sie durch eine Mumu das Licht der Welt erblickt. Also „teilweise“.

Ich leugnete alles, von dem uns die Grünen schon immer gewarnt hatten. Ich hielt die Klimakatastrophe für eine böswillige Erfindung, um den Leuten auch die letzten Taler aus der Tasche zu ziehen. Doch es ist wahr, es wird täglich wärmer. Vor fünf Monaten war es nämlich noch sehr kalt gewesen. Und dann in nur ein paar Monaten dieser unglaubliche Temperaturanstieg, meine Fresse! Womöglich wird es in den kommenden Monaten noch wärmer, wenn das so weitergeht. Schöne Scheiße!

Heute könnte ich die Fridays-for-Future-Mädels umarmen, umhalsen, kneifen, streicheln, sie küssen und mit ihnen noch ganz andere liebevolle Dinge anstellen, als Dank dafür, daß sie mir die Augen geöffnet haben, und eingedenk des anthropologischen Wissens, daß in vielen Kulturen vor der nahenden Apokalypse noch schnell Orgien gefeiert wurden: Der Planet brennt!

Auch vertrat ich die Ansicht, daß die sogenannten erneuerbaren Energien ökologisch wie ökonomisch allesamt fürn Arsch wären. Verschwörungs-Idioten hatten mir eingeredet, daß diese Windmühlen die Natur verschandeln, Vögel schreddern und aus Deutschland einen flächendeckenden Industriepark machen würden, obwohl ihre Energieeffizienz gleich null wäre. Und mit dieser Solar- und Furzgas-Scheiße sähe es auch nicht anders aus.

Wie vernagelt ich doch war! Mal ganz ehrlich, was ist ein Wald anderes als zig hektargroßes Unkraut? Wachsen da vielleicht Rosen oder Tulpen? Natürlich nicht! Und jeder, dem eine Taube auf den Kopf geschissen hat, kann spätestens danach auf diese Durchfall-Kranken mit Flügeln gern verzichten.

Früher reichte die Sicht beim Anblick deutscher Landschaften bis zum Horizont. Wie langweilig! Schon die alten Maler haben in ihren Landschaftsgemälden immer sowas wie eine Windmühle reingemalt, damit das Ganze nicht so öde aussah. Wir toppen sie jetzt, sieht einfach geiler aus.

Wenn es denn wirklich zu einem Energieengpaß kommt, mein Gott, kokettieren diese Nazis nicht nonstop mit ihrer germanischen Abstammung, als sie noch wie Affen auf den Bäumen lebten? Was spricht eigentlich dagegen, wieder gemütlich im Wohnzimmer ums Lagerfeuer zu sitzen, aus dem Fenster zu kacken und anstatt den ganzen Schwachsinn auf Twitter, Facebook, Insta und Netflix die abgefaulten Zähne seines Nachbarn Karl Heinz zu betrachten? Ficken wird ja doch wohl auch weiterhin ohne Strom funktionieren – wenn auch unter einigen olfaktorischen Beeinträchtigungen. Diese verdammten Schwurbler!

Bei der Wahrheitssuche war ich wie in einer Blase und habe mich von der Realität entfernt. Das habe ich leider jetzt erst erkannt. Ich habe Dinge gesagt und getan, die ich heute bereue. In meinem Wahn hielt ich Moslems für mit unserem westlichen Land nicht kompatibel. Dabei haben Türken Deutschland und den Kölner Dom nach dem Krieg wieder aufgebaut, „Jugendliche“ und „Männer“ den Spaß und die südländische Ausgelassenheit in die Innenstädte gebracht und seit 2015 den zuvor das ganze Land lähmenden Fachkräftemangel beseitigt, indem sie z. B. als Chirurgen mit dem OP-Besteck Brotmesser oder einer Machete die Gesellschaftskrankheit „Frau“ wegoperierten. Drauf ein dreifaches „Allahu Akbar!“

Mir ist es deshalb wichtig, euch zu sagen, daß ich mich von allem Extremen distanziere, insbesondere von rechten und verschwörerischen Gruppen. Das Zerstörungswerk der rechten und verschwörerischen Gruppe CDU/CSU wurde ja in seinem ganzen Ausmaß erst ersichtlich, als nach der letzten Bundestagswahl die neue freiheitsliebende, auf deutsche Werte wie „Panzer Leopard 3“ und „Stalingrad-Gas“ setzende neue Regierung mit ihren genialistischen Sprachkünstlerinnen, Vergeßlichkeitszauberern und anderen Kinderbuchtautoren die Geschäfte übernahm. Da sah man, was die ehemalige dunkle Herrscherin in den letzten Jahren ohne Sinn und Verstand aus Deutschland gemacht hatte, nämlich tatsächlich ein reiches Land mit Menschen, die nicht wußten, wohin mit der ganzen Kohle. Dieses verhängnisvolle Erbe ihnen wieder wegzunehmen und unter den Frauenrechtlern mit langem Ali-Baba-Bart und kolonialgeschädigten Afrikanern mit Schweizer Bankkonto zu verteilen, wird bestimmt noch – Wochen dauern.

Nationalismus, Rassismus, Homophobie und Antisemitismus sind mit meinen Werten nicht vereinbar, und ich verurteile diese aufs Schärfste. Aber auch Antikarllauterbachismus, Plagiatsjägerismus, Antifotzenquoteismus und Heizungaufdrehenimwinterismus.

Mit manchen meiner Äußerungen und Verhaltensweisen habe ich Menschen vor den Kopf gestoßen und verletzt, was ich sehr bedauere. Hierfür entschuldige ich mich und bitte euch um Verzeihung und etwas mehr Spenden. Das hat in letzter Zeit nämlich ziemlich nachgelassen, ihr Hanseln.

Peace, One Love und fickt euch!

Euer Kleiner Akif

Hat Ihnen gefallen, der Artikel, was?

Klar, ist ja auch vom Kleinen Akif. Es kostet aber eine Menge Zeit und Geld, solcherlei Perlen zu texten. Und den Nobelpreis für Literatur hat man ihm erst für 2029 versprochen. Deshalb spenden Sie so wenig oder so viel Sie wollen, wenn Ihnen dieser Geniestreich gefallen hat. Wenn nicht, ist auch o.k.



Per Überweisung:
Akif Pirincci
IBAN: DE92 3705 0198 1933 8108 38

Erfahre als erster von den neuen "Schandtaten" des größten deutschen Autors.

Abonniere meinen kostenlosen Newsletter, ich benachrichtigte dich bei neuen Beiträgen.

* Ja, ich möchte über Neue Beiträge per E-Mail benachrichtigt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit per Abmeldelink im Newsletter widerrufen.