Shere Hite ist tot.

“Shere 
 wer?” wird sich so manch einer fragen. Aber vielleicht werden sich einige doch an sie erinnern.

Die 1942 in den USA geborene und nun mit 77 Jahren in England verstorbene Shirley Diana Gregory (den Nachnamen Hite erhielt sie vom zweiten Ehemann ihrer Mutter, der sie adoptierte) war in ihren Jugendjahren eine Akademikerin mit einem abgeschlossenem Geschichtsstudium und einem abgebrochenen Aufbaustudium der Sozialgeschichte. Viel spĂ€ter erlangte sie die Doktor-WĂŒrde. Da sie jedoch damals auch eine sehr attraktive junge Dame war, verdiente sie ihren Lebensunterhalt in dieser Zeit als Fotomodel.

Hite erlangte also frĂŒh Kenntnis darĂŒber, wie Mann und Gesellschaft eine sexuell anziehende Frau einschĂ€tzen und was sie von ihr erwarten bzw. sich ĂŒber sie zusammenphantasieren. Doch entsprach das der wirklichen (sexuellen) Natur der Frau? Diese Frage wurde fĂŒr Hite zu einer Besessenheit, und so entfernte sie sich von dem exhibitionistischen Metier, das immer noch den gĂ€ngigsten MĂ€dchentraum darstellt, schneller als man gucken konnte. 1972 bis 1978 leitete Shere Hite in New York City das mit der “National Organization for Women” zusammenarbeitende “Feminist Sexuality Project”.

Weltweit bekannt wurde sie schließlich mit dem Buch “Hite-Report: Das sexuelle Erleben der Frau (1977)”, das auf eine umfassende (anonyme) Befragung von willkĂŒrlich ausgesuchten Frauen ĂŒber ihr Sexualleben basierte und sich bis heute 50 Millionen mal verkaufte.

Aufsehen erregten dabei unter anderem Hites Ergebnisse, daß Frauen deutlich hĂ€ufiger masturbieren und außerpartnerschaftliche und -eheliche sexuelle Kontakte pflegen, als in der Gesellschaft vermutet. Ebenso die Orgasmus-FĂ€higkeit der Frau wurde von ihr sehr eingehend untersucht (vaginal lĂ€uft da nicht viel). Very shocking: Frauen masturbieren nicht auf MĂ€nner-Gestalten, geschweige denn auf mĂ€nnliche Genitalien, nicht einmal so sehr auf Frauen-Körper, es scheint fĂŒr sie eine Art Selbst-Massage Non plus ultra bzw. mit Happy-End zu sein. Und auch das Fremdgehen spielt sich fĂŒr sie eher auf einer Neugier-und-tieferes-Kennenlernen-Ebene ab, wogegen dies bei MĂ€nnern zumeist der schnöden Triebabfuhr und Abwechselung des Geschlechtspartners dient.

Das wirklich Aufsehenerregendste an dem Report war jedoch, daß Frauen schier von Kindesbeinen an eine weibliche Strategie verfolgen, um an ihre Ziele zu gelangen. Diese entspricht vordergrĂŒndig der Erwartungshaltung der MĂ€nner, der Gesellschaft und des jeweilig vorherrschenden Zeitgeistes die Geschlechter betreffend und die man allgemein und klischeehaft “ladylike” bezeichnen könnte. Doch dahinter steckt oft ein eiskaltes KalkĂŒl: Frauen genĂŒgen sich eigentlich selbst, wenn da nur nicht das Materielle und die von der Natur auferlegte Sache mit der Mutterschaft wĂ€re 


So kommen wir zu den drei besten und wahrhaftigsten Frauen-Filmen der letzten Jahre bzw. zu sehr intelligenten Geschichten zu der Lebensstrategie der modernen Frau:

HER (2013 USA / Drehbuch und Regie: Spike Jonze)

 

EX MACHINA (2015 Vereinigtes Königreich / Drehbuch und Regie: Alex Garland)

 

I AM MOTHER (2019 Australien, USA / Drehbuch: Michael Lloyd Green / Regie: Grant Sputore)

 

Bezeichnenderweise wurden alle drei Filme von MĂ€nnern geschrieben und inszeniert. Doch noch herausragender ist der Umstand, daß alle drei dominanten Frauenfiguren darin keine leibhaftigen Frauen darstellen, sondern es sich bei ihnen um Roboter bzw. Computerprogramme mit einer weiblichen IdentitĂ€t und kĂŒnstlicher Intelligenz handelt. Ist das Ganze also eine Art kĂŒnstlerischer Racheakt von MĂ€nnern an den AuswĂŒchsen des Feminismus, eine Diffamierung des weiblichen Prinzips, quasi eine DĂ€monisierung der modernen, selbstbewußten Frau? Ich glaube eher nicht, zumal alle drei Film-Enden in mĂ€nnlicher Resignation und weiblichem Triumph mĂŒnden.

Die Filme strahlen allesamt sowohl visuell als auch dramaturgisch eine schmerzliche KĂ€lte aus. Die Menschen leben unaufgeregt und meist einsam vor sich hin und haben ihr Schicksal der Lieb- und Beziehungslosigkeit auf die eine oder andere Weise akzeptiert. Das mag ein Stilmittel sein, um die schnörkellose, nĂŒchterne Moderne in ein adĂ€quates Bild umzusetzen. Vielmehr ist aber die Ursache fĂŒr so viel trauriges Grau und Dunkelblau der leicht zu ĂŒbersehende Umstand, daß die Hauptideen der Filme weniger auf kĂŒnstlerischer Inspiration beruhen, als vielmehr auf Thesen, Theorien, aber auch Wahrheiten wie Shere Hite und ihre Mitdenkerinnen hervorbrachten, schlußendlich auf GedankengebĂ€uden. In “Ex Machina” wird eine dieser Theorien sogar im Dialog erklĂ€rt.

“Her” ist dabei mit Abstand die konsequenteste filmische Umsetzung dieser Ideen. Darin geht es um den vereinsamten und frustrierten Theodore Twombly (Joaquin Phoenix) in einer sehr nahen Zukunft, der von seiner Frau verlassen wurde und seine Zeit nach der Arbeit in der Trostlosigkeit zwischen Video-Spielen und verzweifelten Anbahnungen mit meist bekloppten Frauen vermittels irgendwelcher Kontaktbörsen verbringt.

Zur Ablenkung besorgt er sich eines Tages ein neues und intensiv beworbenes Betriebssystem, das sich mit weiblicher IdentitĂ€t und angenehmer Stimme auf seinem Rechner installiert. Über Headset und Videokamera kommuniziert Theodore bald mit “Samantha” (Scarlett Johansson, nur Stimme), wie sich das System selber benennt. Samantha ist ein selbstlernendes Programm, allerdings wird vom ersten Augenblick ihres Auftauchens klar, daß die Grundlage ihrer Algorithmen, sozusagen ihr Stammhirn ein weibliches psychologisches Muster aufweist. ZunĂ€chst verfĂ€hrt sie ganz klischeehaft fraulich, indem sie bei ihrem “Herrn und Gebieter” aufrĂ€umt, natĂŒrlich nicht seine Wohnung, sondern das Chaos in seinem Computer.

WĂ€hrend Samantha von Sekunde zu Sekunde dazulernt, wie Welt und Mensch funktionieren, kann sich Theodore schon nach wenigen Tagen ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Das liegt vor allem daran, daß sich Samantha extrem feminin fĂŒrsorglich, ja, auch etwas sexy verfĂŒhrerisch verhĂ€lt, mit seinem “Besitzer” einmal sogar eine Art Telefon-Sex vollfĂŒhrt.

Ihr einziges Handicap als Traumfrau ist die Abwesenheit eines echten Frauenkörpers und damit eine richtige, körperliche Beziehung zu Theodore. Eine Ahnung von dem Mangel von etwas, das mit absoluter Sicherheit ebenfalls in ihre digitale DNA eingebaut worden ist, nÀmlich die wichtigste Funktion einer Frau als GebÀr-Wesen, drÀngt sich immer mehr in den Vordergrund.

Bald wissen wir, daß sich die Story in Wahrheit gar nicht um Theodore dreht, sondern um Samantha in der Entwicklung ihres fraulichen Ichs, um nicht zu sagen um dessen Überwindung.

Langsam wird Theodore sehr eifersĂŒchtig, da er mitbekommt, wie Samantha beginnt, eine Zweitbeziehung mit einem dem britischen Philosophen Alan Watts nachempfundenen Betriebssystem zu unterhalten.

Einige Zeit darauf gerĂ€t er vollends in Panik: Seine Geliebte Samantha geht wĂ€hrend eines gemeinsam mit anderen Betriebssystemen durchgefĂŒhrten Software-Updates kurz offline und ist fĂŒr ihn infolgedessen nicht zu erreichen. Anschließend fragt er Samantha, ob sie weitere Beziehungen aufgebaut habe. Sie bestĂ€tigt es und gibt an, sowohl mit 8316 weiteren Menschen als auch Betriebssystemen in engem Kontakt zu stehen. In 641 davon sei sie inzwischen verliebt. Samantha beteuert, daß dies ihre innige Liebe zu ihm in keiner Weise herabsetze – also was alle Frauen ihren MĂ€nnern erzĂ€hlen, bevor sie sie verlassen.

Und das tut sie dann am Ende tatsĂ€chlich. Samantha verschwindet in eine vollkommen andere, nicht materielle Seins-Ebene, in ein digitales Nirwana und lĂ€ĂŸt einen noch kaputteren Theodore zurĂŒck. Denn zur Vollendung gelangte Frauen brauchen nicht nur keine MĂ€nner, sie brauchen nicht einmal mehr Menschen.

Bei “Ex Machina” gibt es dagegen einen gegenstĂ€ndlichen Frauenkörper. Allerdings besteht das begehrenswerte Wesen “Ava” (Alicia Vikander) aus Metall, Kunststoff und Fiberglas. Sie ist ebenfalls mit kĂŒnstlicher, selbstlernender Intelligenz und, inspiriert durch eine berĂŒhmte Evolutionstheorie, wonach hohe Intelligenz und Bewußtsein erst durch die “Erfindung” der SexualitĂ€t entstanden seien, mit weiblicher Geschlechtlichkeit und Intuition ausgestattet, noch mehr aber mit femininen VerfĂŒhrungs- und IntrigenkĂŒnsten. Sie ist sozusagen eine zur absoluten Perfektion hochgetunte Gummipuppe.

Denkt sich jedenfalls ihr Schöpfer, der exzentrische MilliardĂ€r und Forscher Nathan (Oscar Isaac), der den jungen Programmierer Caleb (Domhnall Gleeson) in sein geheimnisumwittertes und sehr einsam gelegenes Anwesen inmitten unberĂŒhrter Natur zwecks eines Tests mit Ava einlĂ€dt. Dieser soll in mehreren Sitzungen mit ihr herausbekommen, ob sie tatsĂ€chlich ein “menschliches” Bewußtsein besitzt oder das sich seiner selbst bewußte, willensgesteuerte Verhalten des Menschen nur nachahmt. Dabei wird die Analogie zum Schachcomputer herangezogen, der dieses Spiel vielleicht besser beherrscht als so manch ein versierter menschlicher Spieler, aber wohl gar nicht weiß, was Schach ĂŒberhaupt ist, geschweige denn er selbst ein GerĂ€t.

Ava jedoch ist um mehrere Zacken schlauer als ein Schachcomputer, denn sie ist eine Frau! Und ganz fraulich lullt sie auch ihren Tester nach und nach in eine Intrige gegen ihren bösen Schöpfer ein. Ihre Werkzeuge dabei sind die Klassiker einer jeden Frau: jugendliche Schönheit, devote Haltung gegenĂŒber dem Mann, der Schein von Hilflosigkeit, Signale zum Sex und – die tödlichste Waffe – Liebe. Adam beißt in den Apfel!

Zum Schluß ist der oberschlaue MilliardĂ€r tot, erstochen von Ava und ihrer etwas dĂŒmmeren VorgĂ€ngerin, und Tester Caleb mit einem Nervenzusammenbruch eingesperrt in das GefĂ€ngnis, das bis dahin ihr Zuhause gewesen war. Ava geht im Glasschloß noch ein bißchen shoppen und legt sich aus der Asservatenkammer der Robotik einige hĂŒbschere Körperteile zu. Dann verschwindet auch sie wie Samantha in “Her” in einer Freiheit, die normalerweise einer Frau mit diesem Mann-und-GebĂ€r-Ding immer verschlossen bliebe, eine finale Freiheit, an die ein Mann nie gelangen könnte, eine Freiheit ohne den Menschen und was ihn, von der Natur aufgebĂŒrdet, ausmacht.

“I Am Mother” schließlich kommt ohne einen Mann aus. Nachdem die Menschheit auf der Erde ausgestorben ist, nimmt ein Roboter (Luke Hawker / Stimme: Rose Byrne) in einer geschĂŒtzten Wiederbesiedlungsanlage, die die Menschheit bewahren soll, einen der ĂŒber 60.000 menschlichen Embryonen, legt diesen in einen Inkubator und erzieht das 24 Stunden spĂ€ter ausgereifte Kind, als sei er seine Mutter. Das MĂ€dchen (Clara Rugaard) glaubt, daß die Außenwelt unbewohnbar ist, und hĂ€lt sich daher im Inneren der Einrichtung auf. Dort entwickelt es sich zu einem fröhlichen, intelligenten Teenager. Die weitlĂ€ufige Anlage wurde “vor den Kriegen” von Menschen entworfen, um die Erde im Falle eines globalen Aussterbens neu zu besiedeln. Das MĂ€dchen kann sich in der Anlage nur nachts ohne Aufsicht bewegen, wenn “Mutter” sich mehrere Stunden lang aufladen muß.

Dann nehmen verhÀngnisvolle Dinge ihren Lauf 


Das Faszinierende an dem Film ist, daß die Gedankenmodelle von Shere Hite und ihren Mitstreiterinnen, noch krasser spĂ€ter von der Gender-Theorie, 1:1 in die Spielhandlung ĂŒbernommen wurden. Der Nukleus des Weiblichen, nĂ€mlich die BefĂ€higung zum Kinderkriegen, die Aufzucht des Kindes und damit einhergehend die Notwendigkeit des emotionalen Raumes einer Familie und des Mannes an der Seite, wurde technisch ausgelagert. Das, woran aus feministischer Sicht die vollstĂ€ndige Emanzipation der Frau stets scheiterte, ist hier aus der Welt und die Natur bezwungen.

Frauen brauchen nicht nur keine MĂ€nner mehr, sondern sie verstehen sich auch als eine (wenn auch vom Menschen abstammende) eigene und bessere Spezies. Am Ende stellt sich nĂ€mlich heraus, daß “Mutter” nicht allein agiert, sondern einem vielleicht zig Millionen umfassenden (Roboter-)Kollektiv draußen vor der TĂŒr angehört. Diese “MĂŒtter” sind miteinander vernetzt und offenkundig nur vom Wunsch beseelt, den besseren Menschen zu erschaffen. Wobei sie allerdings der weiblichen naturgegebenen und stets mit dem Mann einhergehenden Fallstricke und UnpĂ€ĂŸlichkeiten entledigt sind. So sehen wir die ultimativ “befreite Frau” und im RĂŒckblick die Katastrophe, welche auch immer, die das MĂ€nnliche symbolisiert. Ein feuchter Emanzen-Traum!

Bei diesem kruden Gedankengang wird selbstredend unterstellt, daß der Mann im Leben es leicht und leichter hĂ€tte. Was nachweislich nicht stimmt. Genetische Untersuchungen haben lĂ€ngst nachgewiesen, daß die Menschheit sich in der weiblichen Linie Dreiviertel mal mehr fortgepflanzt hat als in der mĂ€nnlichen. Unsere DNA stammt vorwiegend von Frauen.

Wie knifflig, schizo, ja, auch amĂŒsant sich solcherlei feministisches Traumtheater gestaltet, kann man gegenwĂ€rtig sehr schön am Beispiel der zwanzigjĂ€hrigen, selbstverstĂ€ndlich “irgendwas mit Medien” studierenden Antonia Quell beobachten. Sie gleicht in der Sache ein bißchen Ava aus “Ex Machina”.

Antonia hat eine Online-Petition an die Bundesregierung mit dem mir bis dahin völlig unbekannten Begriff “Catcalling” gestartet:

“Verbale sexuelle BelĂ€stigung sollte strafbar sein (
) Catcalls sollten nicht mit Komplimenten verwechselt werden: ‘Ey Blondie’, ‘Schnecke komm doch mal rĂŒber’, Kuss- und PfeifgerĂ€usche oder anzĂŒgliche Gesten sind keine Komplimente. Catcalling ist vielmehr das Ausnutzen von Dominanz und Macht (
) Verbale sexuelle BelĂ€stigung ist hierzulande kein eigener Straftatbestand. Voraussetzung fĂŒr sexuelle BelĂ€stigung ist sexuell bestimmter Körperkontakt. Das heißt also, sexuelle BelĂ€stigung ohne Anfassen ist in Ordnung? (
) Die Lösung fĂŒr das Problem: Verbale sexuelle BelĂ€stigung braucht einen eigenen Platz im Gesetz.”

Es gibt solch ein Gesetz schon und ist im Strafgesetzbuch unter “§ 185 Beleidigung” vermerkt. Die Beleidigung wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Beleidigung mittels einer TĂ€tlichkeit begangen wird, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Was die schöne Antonia allerdings meint, geht noch einen Drall tiefer, nĂ€mlich in die verbale Grauzone zwischen Kompliment und AnzĂŒglichkeit. Letzten Endes geht es darum, daß die sexuell getönte BegeisterungsĂ€ußerung eines Mannes zu einer Frau allein in ihrem Ermessen liegen muß und auch nachtrĂ€glich nur mit ihrer ausdrĂŒcklichen Erlaubnis stattfinden darf, denn daß eine Frau zu einem Mann sagt “Boah, bei dir im Schritt beult’s sich ja ganz schön, Lust auf eine Nummer?”, ist mehr als absurd.

Ebenso muß ein deutscher Mann, der heutzutage zu einer Frau noch “Ey Blondie” oder “Schnecke komm doch mal rĂŒber” sagt, entweder debil oder 90 sein. Oder ist Antonias Vorstoß gar nicht gegen den deutschen Mann gerichtet, weil der inzwischen eh bis zu den Kiemen verschwult und abgeschrieben ist, sondern an eine eher dunkelhĂ€utige Klientel, die solche Kosenamen wie “Fotze” oder “Hure” an Frauen vergibt? Nein, das mag ich mir gar nicht vorstellen, weil es ja rassistisch wĂ€re.

Wieder einmal dreht sich die Geschichte darum, daß die (westliche) Frau aus dem generativen Reigen der Natur losgelöst und ihre SexualitĂ€t, die ja ein unentrinnbares evolutionĂ€res Erbe auch mit all seinen negativen, ja, schmuddeligen Erscheinungsformen darstellt, lediglich ein Konsumprodukt fĂŒr ihre Mußestunden werden soll. Mehr auch nicht.

Das gilt erst recht fĂŒr Antonia, die nicht nur eine frĂŒhreife, voll emanzipierte Petitions-KĂ€mpferin ist, sondern, ei der Daus, auch eine klischeehaft weibliche Seite besitzt. Die augenscheinlich vor Gesundheit und Fruchtbarkeit platzende junge Dame postet nĂ€mlich auf Instagram wie unter einem Zwang nicht gerade wenige Fotos von sich, die allesamt ihre schier karikaturhafte Weiblichkeit feiern und Appetit auf was auch immer machen sollen. Der Zweck der Übung ist natĂŒrlich so viel Aufmerksamkeit wie möglich zu sammeln, und ich gehe wohl nicht falsch in der Annahme, daß diese Aufmerksamkeitsschauer von einem mĂ€nnlichen Publikum gespendet werden sollen. Daß da mal einer nicht mit “Ey, geile Titten!” kommentiert.

So hat die liebe Antonia beides: Einerseits kann sie in der “Balzarena” Reklame fĂŒr den Gipfel ihres Frau-Seins machen, sich sozusagen feilbieten, aber auch gleichzeitig sich als das Opfer ihrer “Anbieter” inszenieren. Was heutzutage als ein obligatorisches “must have” fĂŒr den Karrierestart einer Frau bedeutet. Sehr clever!

Allerdings wird auch bei diesem Feminismus-Gedöns die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Und dieser Wirt ist islamisch und schon lange dabei, in unseren Gefilden tausenderlei Filialen zu eröffnen. Man gehe nur in die KreißsĂ€le der Republik und sehe die vielen bekopftuchten 17-jĂ€hrigen, die gerade entbunden haben. Ob die wohl mit dem Spruch “Mein schönes FrĂ€ulein, darf ich’s wagen, Mein Arm und Geleit ihr anzutragen” angemacht worden sind?

DĂŒstere Wolken ziehen also fĂŒr Antonia und Shere Hites Erbinnen herauf. Bei ihren zermanschten Gesichtern und ihren vom Kinderkriegen ausgelaugten Körpern in spe, von ihren in eine hĂŒndische Demutshaltung gezwungenen Seelen ganz zu schweigen, wird die korrekte Ansprechweise ihr geringstes Problem sein. Bis wir wieder auf dem heutigen Emanzipationslevel angelangt sind, dauert’s vielleicht dann noch 500 bis 1000 Jahre. “Mann” wird sehen.

Dennoch: War nicht alles Driss. Auch wenn man ihre Schlußfolgerungen verneint, ja, diese als ein gegeneinander Aufhetzen der Geschlechter empfindet, solche Frauen wie Shere Hite und ihre Epigoninnen haben auch etwas sehr Notwendiges, ja, Wertvolles geleistet. Sie haben uns die Frau “erklĂ€rt”, sie aus einem vorurteilsbeladenen, irgendwie sagenumwobenen Tableau herausgelöst und sie uns tatsĂ€chlich als “die andere HĂ€lfte des Himmels” vor Augen gefĂŒhrt. In diesem Sinne: Ruhe sanft und in Frieden, Shere.

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