Die Zeit der besinnlichen Abende ist da, an denen man sich zu den fünf Linien Koks am Tage zusätzlich sechs Glühwein nach Sonnenuntergang gönnt und YouPorn mit einer brennenden Kerze neben dem Bildschirm guckt. Ja, es ist diese heimelige, von warmer Geborgenheit umflorte Stimmung der von der Lichterkette strangulierten Katze und der Vorfreude auf Weltkrieg-Zwo-gleiche Szenarien, wenn sich Familie und Verwandtschaft zu Jesu Geburt unter der Tanne zusammentrifft. Und auch ich springe vor Gemütlichkeit im Sechseck und …

Von wegen! Es wird Zeit, daß ich mit euch ein ernstes Wörtchen rede, liebe Freundinnen und Freunde. Ausgenommen davon sind einige hundert Leute, auf die ich noch zu sprechen kommen werde.

“Der kleine Akif” ist im Lauf der Jahre zu einem sehr erfolgreichen Blog gewachsen. Er wird im Monat über 100tausendmal abgerufen, mit steigender Tendenz. Jeder Artikel wird im Durchschnitt etwa 21-tausendmal angeklickt, bisweilen sogar 30- bis 40-tausendmal. Es gibt inzwischen Tausende Abonnenten, täglich kommen neue hinzu. Diese Zahlen geben allerdings nur ein reduziertes Bild von der Wirkung, die “Der kleine Akif” entfaltet, weil der Inhalt ungefragt von diversen anderen Seiten übernommen wird, so daß der Umfang der Leserschaft das Doppelte des Genannten betragen dürfte.

Auf diesem Blog existiert keine nervige Werbung (außer am Rand für meine eigenen Bücher), obwohl ich mehrere verlockende Angebote erhalten habe. Es gibt keine Copy-Sperre, und jeder kann die Artikel frank und frei kommentieren, solange es sich nicht um antisemitischen Müll, Gewaltaufrufe oder bewußt provozierende Scheiße handelt, um die Seite zu diskreditieren und strafrechtlich relevant erscheinen zu lassen. Alles ist frei und gratis!

So, jetzt erzähle ich euch, was der Preis dafür für mich ist. Zunächst einmal für meine Verhältnisse sehr viel Geld. Allein in diesem Jahr habe ich für Gerichtsprozesse, Anwaltskosten und Geldstrafen knapp 20tausend Euro ausgeben müssen. Am 10. Dezember dieses Jahres (10:00, Oberlandesgericht Köln, 3. Etage, Sitzungssaal 301) steht der nächste Termin an, der mich weitere 10tausend Euro kosten wird. Weitere Prozesse nächstes Jahr stehen an.

Das liegt wohl daran, daß es zur Zeit keinen einzigen deutschsprachigen Blog gibt (jedenfalls keinen mit einem Impressum, dessen Urheber man juristisch dingfest machen könnte), der die Verhältnisse in diesem Land so klar und brutal ausspricht. Daß ich dabei bisweilen ungerecht, beleidigend, bis an die Grenze des Erträglichen und, ja, obszön bin, versteht sich von selbst. Warum? Mir gefällt es so! Und euch anscheinend auch.

Der zweite Nachteil für mich ist der, daß ich inzwischen zu einer Persona non grata für den Kulturbetrieb geworden bin, obgleich ich mit FELIDAE (4 Millionen verkaufte Exemplare, 48. Auflage zuletzt) eines der beliebtesten Volksbücher deutscher Sprache verfaßt habe, vergleichbar etwa mit RÄUBER HOTZENPLOTZ. Weitere Romane sind von mir nicht mehr zu erwarten, da ich für den linken Gesinnungs-Buchhandel ebenso für den Internett-Buchhandel (auch international) “gesperrt” bin.

Das alles geht mir allerdings am Arsch vorbei, da man im Alter einen Blick auf das Wesentliche bekommt und besser urteilen kann, was wirklich wichtig im Leben ist. Deshalb konzentriere ich all mein Können und meine Energien auf diese Seite, nein, nicht deshalb, weil ich mir dadurch irgendwelche Veränderungen im Lande erhoffe, sondern weil ich es einfach kann und Spaß daran habe. Nichtsdestotrotz bedeutet “Der kleine Akif” extrem viel Arbeit, praktisch bin ich die ganzen Tage damit beschäftigt.

Diesem positiven Trend stehen die spärlichen Spenden gegenüber, die nicht einmal einen Bruchteil der Prozeßkosten abdecken. Ja, es gibt sie, die “big spender”, die größere bis ganz große Summen schicken, doch sind diese derart in der Minderzahl, daß über das Jahr gerechnet für mich letztlich trotzdem stets ein gewaltiges Minus bleibt. Und ja, es gibt auch sie, Menschen, die mir kleinere bis mittlere Summen überweisen: Ihnen allen sei aus den Tiefen meines Herzens gedankt, Gott und Teufel segne euch!

Es ist aber schon merkwürdig, daß ein Artikel 30tausendmal gelesen wird, dennoch nur 8 Leute bereit sind, dafür etwas zu zahlen, der Rest nicht einmal eine kleine symbolische Summe. Wenn nur die Hälfte dieser 30tausend auch nur 50 Cent spenden würden, könnte ich mir meine 12. Kunststudentin leisten. Es gab sogar mal einen Komiker, der 1 Cent spendete. Vermutlich lacht er sich jetzt noch tot darüber.

Findet ihr es also fair, die Kostbarkeiten des “Kleinen Akifs” zu konsumieren, aber eure Millionen trotzdem lieber für den täglichen Escort Service, die Mercedes-Maybach-S-Klasse-Limousine, Yacht-Ausflüge an der Côte d’Azur und für Schönheitsoperationen auszugeben? Da könnte ich zum Kommunisten werden!

Und was euch Frauen betrifft, von denen es übrigens mehr Kleine-Akif-Fans gibt, als man annehmen würde, ja, “Der kleine Akif” wird oft als Frauenfeind geschmäht. Doch nichts liegt mir ferner. Ich liebe die Frauen! Da könnt ihr jede 21-jährige hier in Bonn fragen – und die zwei 25-jährigen. Zugegeben bisweilen komme ich machohaft rüber, doch das wurzelt in meiner Sozialisation wie man heutzutage so sagt, nach mehrmaligem Anschauen der drei Teile von “Auf dem Highway ist die Hölle los” ist man halt so. Und im Übrigen: Ihr wollt es doch auch …

Deshalb mein Appell an euch heute zum 1. Advent: Öffnet eure Herzen und Portemonnaies für den “Kleinen Akif” und überweist mir alles, was auf eurem Konto sinnlos rumgammelt. Das können kleine Summen sein, so daß ich damit die Richter bestechen kann, oder große Erbschaften (außer Mehrfamilienhäuser in Gelsenkirchen). Hauptsache ich kann zumindest diesen juristischen Kram bezahlen. Denn bei allem Spaß, diese Sache ist wirklich kein Spaß.

Denkt immer daran, ihr bekommt vielleicht nicht immer, aber im Großen und Ganzen stets ein kurzweiliges Lesevergnügen vom “Kleinen Akif”. Da wäre es doch eine Geste der Sympathie, Solidarität und der Fairneß etwas zurückzugeben, gerade jetzt zur Weihnachtszeit. Ansonsten muß ich mir in nächster Zeit überlegen, wie der Laden hier weiterzuführen ist. Eine Alternative bestünde darin, daß ich “zahnlos” werde. Wollt ihr das?

Ich danke euch alle im voraus!

Euer kleiner Akif

P.S. Bei Banküberweisungen als Verwendungszweck nicht “Spende” angeben, sondern irgendwas anderes. Bei anderen Zahlungsmitteln ist es egal.

paypal.me/Pirincci

Akif Pirincci
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IBAN: DE92 3705 0198 1933 8108 38
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Klar, ist ja auch vom Kleinen Akif. Es kostet aber eine Menge Zeit und Geld, solcherlei Perlen zu texten. Und den Nobelpreis für Literatur hat man ihm erst für 2029 versprochen. Deshalb spenden Sie so wenig oder so viel Sie wollen, wenn Ihnen dieser Geniestreich gefallen hat. Wenn nicht, ist auch o.k.

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