Es ist ein seltsames Ostern, so ohne Aufbruchstimmung in die lichte Zeit des Jahres und trotz des Bilderbuch-Frühlings durchdrungen mit dunklen Gedanken, kurz, so ohne das Gefühl der Auferstehung.
Es ist jedoch der Moment, das Tief, der Schmerz des Gefallenen, der aktuell alles in sich absorbiert. Dennoch wird es ein Weiter geben, das wissen wir, weil es immer ein Weiter gegeben hat, weil wir nach jedem Fall wieder aufgestanden sind. Düsternis und Tod können uns mal!
Demnächst wird es hier eine neue Rubrik namens „Die Arschbombe des Monats“ geben, ein langer Premium-Artikel, besser gesagt ein Essay im Monatsrhythmus für ein paar Euro.
Tut mir leid, zwar wird „Der kleine Akif“ von Zehntausenden, im Monat von Hunderttausenden für lau abgerufen, doch mit Geld unterstützen tun es nicht einmal Hunderte. Diesen Wenigen und Guten gebührt mein innigster Dank!
Noch einmal: Der Kram schreibt sich nicht von selbst, schon gar nicht, wenn man ihn mit literweisem Herzblut und geballter Professionalität betreibt wie ich. Ich komme nicht einmal dazu, mich um meine 12 Kunststudentinnen zu kümmern. Wenn ihr schon kein Mitleid mit mir habt, habt wenigstens ein Herz für diese jungen Damen, deren Bedürfnisse ich Tag und Nacht 12-mal befriedigen muß.
Heute abend wird eine sehr österliche Geschichte von Andreas Porschen erscheinen. Diesen jungen Mann habe ich als Embryo in einer schmutzigen Pfütze gefunden und dann mit der Hand aufgezogen. Seitdem verbringt er ein sehr zufriedenes Leben in einem Käfig in meinem Keller und erfreut sich an den Resten meiner Speisen und der hübschen Plastikeimer-Toilette. Einmal im Monat spritze ich ihn mit dem Hochdruckreiniger ab. Das mag er am liebsten, der süße Fratz.
Ich wünsche euch allen trotz all der mißlichen Umstände ein schönes Osterfest, haltet den Kopf immer über Wasser und gebt die Hoffnung niemals auf, die rettende Insel ist ganz nah!
Wer es nicht kann, kann es eben nicht, aber an die, die es können: Ein Ostergeschenk an die Stahlsaite unter den Bloggern wäre not bad.
In Liebe und Zuversicht!
Euer kleiner Akif