BIGAMIE 2.0

Zu meiner Jugendzeit gab es mindestens einmal im Jahr einen immer wiederkehren Knaller in der BILD, mit dem eine Auflagensteigerung garantiert war. Um die Dreistigkeit der Sache zu unterstreichen, wurde die sensationelle Meldung abwechselnd mal mit einem sinister, mal mit einem kackfrech in die Kamera lächelnden Herrn mittleren Alters illustriert. Es handelte sich dabei um einen Menschen-, präziser Männertyp, der heutzutage prähistorisch wirkt, weil er schon vor langer, langer Zeit ausgestorben zu sein scheint. Diese verachtenswerten Männer, so die im jeweiligen Artikel insistierende Tonalität, hatten sich alle eines der abscheulichsten Verbrechen der Menschheit schuldig gemacht, nämlich der Bigamie. Nun war auch diese selige Zeit nicht dünn gesät mit Männern, die ihre Frauen betrogen, eine Jahre währende Affäre neben der Ehe am Laufen hatten und tollen Hechten, die an jedem Finger zehn Gespielinnen besaßen. Aber so richtig verheiratet mit zwei oder gar drei Frauen?

Was der Leser zu jener Zeit jedoch übersah, war die wirtschaftliche Seite der Medaille. Er mußte es übersehen bzw. es kam ihm gar nicht in den Sinn, diese Seite zu betrachten. Denn damals war es Usus, daß der Ehemann finanziell für die Familie aufkam. Wie es immer wieder zwischen den Zeilen zu lesen war, hatten die so ins Licht der Öffentlichkeit gezerrten und enttarnten bigamistischen Unholde tatsächlich beide Familien ganz passabel versorgt, in einigen Fällen sogar mit jeweils eigenem Haus, bloß daß die zwei „besseren Hälften“ nichts voneinander wußten. Insofern war der Bigamist im gewissen Sinne ein hoch moralischer Mensch. Er lud sich mit seiner Vielehe nicht nur familiäre Verantwortung auf, sondern auch noch eine doppelte. Wohl gemerkt, unter Bigamie ist keineswegs die Ausübung von gleichzeitigen eheähnlichen Beziehungen zu verstehen. Der Bigamist geht immer vorher zum Standesamt.

Es gibt zwei Gründe, warum der Bigamist letztlich von der deutschen Erdoberfläche verschwunden ist. Die erste ist die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung behördlicher Daten, außer natürlich bei der illegalen Zuwanderung, da herrscht inzwischen eine Art Natur- und Schamanenrecht. Selbst der Beamte aus Hintertüpfingen kann auf die aktenkundige Vita eines zweitausend Kilometer weit entfernten, im Ort völlig fremden Bürgers zugreifen. Der zweite Grund für den Untergang der Bigamie ist schlicht und einfach die mittlerweile knapp vor der Auflösung stehende Moral oder was man so darunter versteht. Man muß heutzutage nicht mehr heiraten, um Sex zu haben, der Angebeteten seine Liebe zu beweisen oder eine Familie zu gründen. Niemand fragt danach, ob ein Paar verheiratet ist oder nicht und ob die Kinder auch ja „ehelich“ geboren worden sind. Und Scheidungen sind eher die Regel, als die Ausnahme. Im Gegenteil, gäbe es heute den letzten Bigamisten, er könnte für eine astronomische Gage als Attraktion im Zirkus auftreten.

Solch eine monetäre Größenordnung müssen wir auch im Kopf behalten, wenn wir uns am 5.1.2017 „Jaafars Videoblog #21“ mit dem Titel „Mein Großvater hatte vier Frauen, ich habe zwei“ auf SPIEGEL ONLINE betrachten. Jaafar Abdul Karim ist ein libanesischstämmiger Journalist und Moderator, der vornehmlich bei den Öffentlich-Rechtlichen den integrierten Arab-Intellektuellen mimt und die Verkommenheit des muslimischen Menschenschlags mit großen Kinder- und Stauneaugen des westlichen Zuschauers zu betrachten simuliert. „Brückenbauer“ oder „Vermittler zwischen den Kulturen“ werden solche Islamagenten hierzulande im Sprachgebrauch der hirnentkorkten Deutungshoheitler geheißen. Jaafars Bestreben ist es stets, uns eine Kultur näher zu bringen, die keine ist, und menschliches Elend als bunte Andersartigkeit zu verkaufen.

Es geht im Jaafars Video um einen syrischen Berufsfickling, gemeinhin „Flüchtling“ genannt, der auch in seiner neuen Wunderheimat von seiner Passion und wie es aussieht einzigen Beschäftigung nicht lassen mag. Bereits die erste einleitende Zeile dazu ist jedoch eine fette Lüge:

„Ein Mann mit zwei Ehefrauen – in Syrien ist das legal, in Deutschland verboten.“

Nein, die ersten Bilder im Video zeigen eben nicht einen Mann und zwei Frauen, und ob sowas in Deutschland legal, illegal oder scheißegal ist, spielt auch keine Geige. Es sind nämlich eben keine drei Personen zu sehen, sondern sieben. Unser megageiler Freund Ahmad Al Hamid, der vom rasenden SPIEGEL-Reporter allen Ernstes als „Herr“ angesprochen wird, obwohl er wie das Abziehbild des verschlagenen Orientalen aussieht, war in Sachen unnützer Menschenfabrikation schon sehr fleißig unterwegs. Obschon er und seine beiden Wurfkühe Mitte Zwanzig sein durften, haben sie schon vier Kinder produziert, was die Prognose nahelegt, daß sich bis zur Menopause des weiblichen Anteils des Hamidschen Kindermach-Projekts diese Anzahl verdoppeln oder gar verdreifachen wird. Natürlich, wenn keine weiteren weiblichen Anteile dazu kommen, denn Ahmad wirkt auf dem Video irgendwie so, als hätte er sich an den alten Muschis schon sattgesehen und spiele mit dem Gedanken, sich weiteres Frischfleisch zu besorgen, wenn diese Familienzusammenführungsscheiße über die Bühne gegangen ist. An keiner Stelle seines Beitrags erwähnt Jaafar Abdul Karim, von was diese offenkundig immer größer werdende Großfamilie lebt. Er sagt nicht einmal, was der geile Bock vom Beruf ist. Anderseits kann es sich der Zuschauer natürlich denken. Was wir am Anfang des Videos sehen, sind in Wahrheit mit allem Drum und Dran zirka 10.000 Euro, den der deutsche Steuerdepp für die besinnungslose Abspritzerei eines Analphabeten mit hippstermäßig hinten zusammengebundenen Haaren jeden Monat abzudrücken hat, wenn er nicht in den Knast wandern will. Bestimmt werden es schon morgen mehr.

Sodann schwafelt Jaafar davon, daß die Vielehe ja in Syrien im Gegensatz zu Deutschland erlaubt sei, wobei er so tut, als sei die Institution der Ehe in beiden Ländern gleichwertig. Wie ist es denn so in Syrien, wenn der Mann sich scheiden läßt bzw. das alte Matratzenmaterial abstößt? Muß er dann auch bis zum Ruin Alimente zahlen, um Besuchstage für die Kinder bei der Gewesenen betteln und sich mit Anwälten und Jugendämtern herumschlagen? Wie kommt es in Syrien überhaupt zu einer Ehe? Lernt Mann und Frau sich im chilligen Club kennen, probiert sich sexuell aus und knallt den Eltern den Heiratsbeschluß einfach so an den Kopf? Woher weiß Jaafar eigentlich, ob die Drei im rechtlichen Sinne tatsächlich miteinander verheiratet sind? Hat Ahmad ihm den Trauschein gezeigt, wogegen er seine restlichen Identitätspapiere auf seiner „Flucht“ bestimmt „verloren“ hat? Ist es nicht viel wahrscheinlicher, daß das Ganze wie bei Moslems üblich ein Viehhandel war, bei dem die Töchter gegen geldwerte Vorteile verschachert wurden und der Imam seinen Segen dazu gab?

Begleitet von traumsüßer Gitarrenmelodei tut Ahmad kund, daß sein Großvater vier und sein Vater drei Ehefrauen besessen hätten. Es handelt sich praktisch um einen Gendefekt am Schwanz, der von Schwanzgeneration zu Schwanzgeneration weitergegeben wird. Traurig, das Ganze. Anderseits würde ihm so manch ein Deutscher versichern „Du bist ein starker Mann. Ich komme nicht mal mit einer Frau klar“. Diese verschwulten Deutschen! Wo ist das Problem? Ein Kuß in Gestalt einer Faust löst jedes Eheproblem. Ein total mutiger Beamte von der Ausländerbehörde habe ihm allerdings auch hammergemein gesagt: „Wenn ich könnte, würde ich dich nach Syrien abschieben.“ Was für ein Nazi – und Trottel. Eher schiebt dieser von Kinder- und Vielehen nicht genug kriegende Umvolkungsstaat den Beamten nach Syrien ab, als so einen wertvollen Karnickelimitator wie den lieben Ahmad.

Aber, klärt uns der SPIEGEL-Orientale auf, so eine Vielehe hat ja auch Vorteile. Wußten Sie schon: „Die Zweitfrauen haben dennoch in einigen Bereichen Rechte, zum Beispiel im Erbrecht und bei der Witwenrente.“ Das stimmt, und diese Rechte werden jedes Jahr vom deutschen TÜV geprüft, und der Verein der bayerischen Bierdeckelsammler sorgt dafür, daß sie durchgesetzt werden. Wenn zum Beispiel Ahmad infolge seiner olympischen Koitusfrequenz an einem Herzinfarkt ins Gras beißt, schreibt die analphabetische Zweitfrau einen formlosen Brief an Baschar al-Assad, und schon nächste Woche bekommt sie eine Palme aus dem großen Anwesen ihres verblichenen Mannes ausgehändigt. Ähnlich ist es mit der Witwenrente. Die wird ihr in Form eines vollen Benzinkanisters ausgehändigt, mit dem sie im Kreise ihrer Schwiegereltern eine Dusche zu nehmen hat, wobei diese aus Trauer um den dahingeschiedenen Sohn brennende Feuerzeuge gen Himmel schwenken. Es ist unfaßbar, welch überdimensionale Kamelscheiße unser Arab-Journalist uns verklickert, damit wir, kultursensibel weichgeklopft, den blühenden Vaginahandel von Primitiven als soziale Großtat fressen.

Doof nur, daß so miserabel gecastet wurde für das Filmchen und das weibliche Ensemble etwas ganz anderes aufsagt, als das, was im Drehbuch steht. Beide Frauen sind todunglücklich mit der Situation und würden den Spermiumkünstler am liebsten sofort verlassen, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten. Es ist mitnichten so, daß sie den Vielweiberei-Dreck verinnerlicht hätten und ihn als total easy und normal betrachten würden, weil sie in einer patriarchalischen Müllhalde aufgewachsen sind.

„Meine Religion erlaubt mir das. Der Frau ist es aber verboten“, bringt das alte Schlitzohr Ahmad die allerhöchste Instanz ins Spiel, wobei sowohl er als auch der westlich kompatible Jaafar zwischen den Zeilen den Eindruck vermitteln, als sei dieses Puff-System eine religiöse Pflicht und nicht das ständige Jucken an der Eichel nach immer neuen Mumus. Zumindest kann das eine Mumu-Tier auch was Gutes über seinem Wärter sagen: „Ahmad behandelt uns gut.“ Noch besser jedoch der deutsche Blödian, möchte man hinzufügen, der für die in einen Wahn ausgeartete Fickerei dieser Nutzlosen morgens um 5 aus dem Bett hochschnellt und zur Arbeit eilt.

Am Schluß der mohammedanischen Moritat fällt Jaafar, dem Investigativen, wieder ein, wer ihm die Brötchen zahlt, und allzu scheinheilig erweist er diesem seine Referenz: „Für mich ist es total ungewohnt und komisch, aber scheinbar funktioniert das bei Familie Al Hamid, die Vielehe. Nichtsdestotrotz finde ich`s gut, daß sie in Deutschland verboten ist, denn Vielehe und die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau passen meiner Meinung nach nicht zusammen“. Wen interessier denn deine Meinung, Jaafi?

Ach übrigens: Als die Kamera abgeschaltet worden war, beichtete Ahmad Jaafar noch, daß er eigentlich nur wegen der blonden Mösen nach Deutschland „geflohen“ sei. Die beiden Alten im Stall wären nur die untenrummäßige Grundversorgung für ihn. Doch wenn das mit den Blondschamhaarigen nicht hinhaue, wäre es auch kein Beinbruch für ihn. Denn da Mohammed sein Versprechen nun mehr eingelöst habe und er tatsächlich im Keine-Arbeit-trotzdem-Geld-Paradies gelandet sei, würde er inzwischen wieder öfter mit der heimischen Mumu-Farm telefonieren. Das Heiratsvieh in der neuen Season wäre erste Sahne, hätte man ihm dort mittgeteilt.